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Drittmittelprojekt

Titel:
Expertise: Bewertung der fachlichen Angebote der Landeshauptstadt Magdeburg zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder vor dem Hintergrund
unterschiedlicher Projekte in der BRD

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Kurzbeschreibung:

Hintergrund

Im Auftrag des Oberbürgermeisters der Stadt Magdeburg sollten Basisdaten zur Häufigkeit unterschiedlicher Formen häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder ermittelt und deren Bedeutung für das Ausmaß und die Ausgestaltung von Hilfsangeboten beurteilt werden.


Ziel und Vorgehen

Die Häufigkeit häuslicher Gewalt wurde auf Basis der Ergebnisse der Studie des Landes Sachsen-Anhalt abgeschätzt. Ferner wurden Expert/inn/en interviewt, um die Angebote der Stadt Magdeburg für Frauen und Kinder mit Gewalterfahrungen zu beschreiben. Von den angesprochenen Fachkräften sollte außerdem eingeschätzt werden, inwieweit die vorhandenen Angebote den Bedürfnissen der Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, entsprechen.


Ergebnisse

In Magdeburg gibt es sowohl ambulante Beratungsmöglichkeiten als auch stationäre Möglichkeiten für Frauen und Kinder mit Gewalterfahrungen. Einige Frauen können jedoch, nach Aussage der interviewten Personen, nicht erreicht werden. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit gelegt werden, unter anderem, um diesen Personenkreis zu erreichen und langfristig Prävention zu ermöglichen.


Nach einem Frauenhausaufenthalt ist es in Magdeburg für die betroffenen Frauen in kurzer Zeit möglich, eine eigene angemessene Wohnung zu finden. Dennoch sind, aufgrund der schwerwiegenden Folgen von ? oft langjähriger ? Gewalterfahrungen, begleitende Hilfen für Frauen und Kinder unerlässlich, die es den Frauen ermöglichen, dass sie sich langfristig aus bestehenden Gewaltbeziehungen lösen können. Hierzu sind Kontinuität und eine hinreichende fachliche Begleitung notwendig, was letztlich nur mit festen Personalstellen in dem Bereich Frauenhausberatung gewährleistet werden kann.


Direkt nach Therapieaufenthalt (wie es die aktuelle Konzeption der sogenannten II. Wohnform vorsieht) ist für Frauen mit schweren Traumatisierungen eine intensivere Betreuung ? vor allem auch in den Nachtstunden ? mit Wohnmöglichkeit notwendig. Diese fehlt in Magdeburg derzeit. Ebenfalls schwierig ist es, in akuten Notsituationen, besonders nachts, erste fachlich betreute Unterstützung zu finden. Umsetzungsszenarien werden konkret herausgearbeitet.

Schlagworte:
    Expertise
    Expertenbefragung
    Interviews
    Hilfsangebote
    Gewalt gegen Frauen und Kinder

Laufzeit: von 06.2001 bis 08.2001

Förderinstitution:
Sonstige öffentliche Mittel ( Stadt Magdeburg, Sozial- und Wohnungsamt ) ,Genehmigungsdatum: 04.04.2001