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Drittmittelprojekt

Titel:
4-6-Jahres-Ergebnisse der MRP-Titan-Femur-Revisionsprothese

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Ziel der Untersuchung war es, die mittelfristigen Ergebnisse nach TEP-Wechseloperation zu erheben.
Von insgesamt 59 operierten Pat. der Jahre 1995/1997 konnten 45 nach 4,8 Jahre (4-6,2 Jahre) klinisch und radiologisch nachuntersucht werden. Die klinische Evaluation erfolgte nach dem Harris-Score, die radiologische Bewertung wurde nach Gruen vorgenommen. 9 Pat. waren unabhängig von der Hüftoperation verstorben, 5 Pat. waren nicht erreichbar. Präoperativ lagen bei 71% ausgeprägte femorale Knochendefekte (Typ 2c und 3 nach Paprosky) vor.
Postoperativ wurden in einem Fall wegen rezidivierender Luxationen eine Revision erforderlich, die nur durch Austausch der proximalen Komponente korrigiert wurde. Klinisch zeigte sich bei allen Pat. eine Verbesserung der Harris-Hip-Scores von präoperativ 40 Punkten auf 82 Punkten postoperativ. Einschränkend wiesen 58% der Pat. ein positives Trendelenburg´sches Zeichen auf, jedoch wurde dies durch den Umfang der Acetabulumrevision beeinflusst. Röntgenologisch zeigten 5 Pat. eine axiale Wanderung, bei denen sich in 4 Fällen die Femurprothese innerhalb eines Jahres ohne weiteren Progredienz festsetzte. In einem Fall wurde wegen der axialen Wanderung eine Revision notwendig. Bei 60% ließ sich ein Wiederaufbau der vorbestehenden Knochendefekte beobachten.
Insgesamt hat sich die modulare MRP-Femurprothese als zuverlässiges Revisionssystem bewährt, das den Knochenwiederaufbau begünstigt. Dies ist als Vorteil gegenüber zementierten Komponenten anzusehen. Prothesenlängenprobleme können im Gegensatz zum Wagnersystem mit der modularen Halskomponente ohne Komplettwechsel gelöst werden.

Schlagworte:
    Prothesenlockerung
    Revisionschirurgie
    Femorale Knochendefekte

Laufzeit: von 01.1999 bis 10.2002