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Forschungsschwerpunkt:  

Medizinische Poliklinik
Klinikstr. 6-8, 97070 Würzburg
Mail: angermann_c@klinik.uni-wuerzburg.de
Url: http://mepoli.uni-wuerzburg.de/kardiologie/

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
1. Krankheitsmanagement und Krankheitsmanifestation der Herzinsuffizienz.
2. Pathophysiologie und Pathogenese der idiopathischen dilatativen Kardio-myopathie (DCM).
3. Molekularbiologische Aspekte der Pathogenese der Herzinsuffizienz.
4. Pathophysiologie und Pathogenese sowie Möglichkeiten der therapeutischen Beeinflussung von Komplikationen nach Herztransplantation.
5. Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen.
6. Noninvasive kardiale Bildgebung mit Ultraschall in Kombination mit Echo-kontrastmitteln in Ruhe und unter Belastung.

Ergebnisse:
ad 1. Ziel dieses Projektes ist die Etablierung der Forschungs- und Versorgungsstruktur „Interdisziplinäres Netzwerk Herzinsuffizienz“ (INH) des Herz- und Kreislaufzentrums Würzburg an der Medizinischen Universitätspoliklinik durch Einrichtung eines speziellen Betreuungs- und Schulungsprogramms für Patienten, einer umfassenden Datenbank zum Zwecke der epidemiologischen und Versorgungsforschung und einer Materialbank für molekulargenetische Untersuchungen. (noch keine Ergebnisse vorliegend)
ad 2. Bei ca. einem Drittel der Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie (DCM) konnten wir stimulierende Auto-antikörper gegen den ß1-adrenergen Rezeptor (2. extrazelluläre Domäne des ß1-AR) nachweisen. Antikörper-positive Patienten zeigten gegenüber Ak-negativen DCM-Patienten eine signifikant schlechtere Herzpumpfunktion. Zur Untersuchung der pathogenetischen Relevanz dieser Rezeptor-Antikörper haben wir dann ein Rattenmodell (100% Homologie 2.extrazell. Domäne des ß1-AR Mensch/Ratte) der Auto-antikörper-induzierten Immun-Kardiomyopathie etabliert: Es ist uns gelungen (1) sowohl durch Immunisierung gegen die 2. extrazelluläre Domäne des ß1-AR, als auch (2) durch Übertragung Antikörper-haltiger Seren von immunisierten auf herzgesunde (In-zucht-)Ratten der Tochtergeneration eine Immun-Kardiomyopathie zu erzeugen und damit erstmals eine pathogenetische Relevanz dieser Rezeptor-gerichteten Autoimmunreaktion bei der DCM zu belegen.
ad 3. In einem Herzinsuffizienz-Tiermodell zeigte sich, daß neben den klassischen proinflammatorschen Zytokinen auch Chemokine und deren Rezeptoren exprimiert werden. Monocyte Chemoattractant Protein-1 (MCP-1) ist ein Hauptvertreter der sog. CC-Chemokine. Die Expression von MCP-1 bei Herzinsuffizienz konnte in infiltrierenden Leukozyten, im Endothel, glatten Gefäßmuskelzellen und in Kardiomyozyten selbst nachgewiesen werden. Es konnte weiter gezeigt werden, dass der Angiotensin-Rezeptor-Antagonist Teveten die Expression von MCP-1 signifikant inhibiert. Diese Inhibierung geht einher mit verminderter Mortalität und verbesserter Hämodynamik. Ein weiteres Tierexperiment diente derAufklärung der Rolle von p38-MAPK bei der kardialen Hypertrophie und Dekompensation und untersuchte die dem therapeutischen Effekt von MAPK-Inhibitoren.
ad 4. In diesem teils klinischen, teils experimentellen Projekt werden chronische Transplantatabstoßung und chronische Niereninsuffizienz hinsichtlich Ätiologie bzw. Beeinflussbarkeit untersucht. (Ergebnisse noch ausstehend)
ad 5. Obwohl die epidemiologische Datenlage einen deutlichen Benefit durch Senkung des kardiovaskulären Risikos nach postmenopausaler Hormonersatztherapie (HRT) beschreibt waren 2 randomisierte Studien mit koronarkranken Frauen negativ. Dennoch ist die frühzeitige und langfristige Verschreibung einer HRT bisher gängige Praxis. Dieses Projekt hat zum Ziel, den Effekt einer modernen HRT bei gesunden postmenopausalen Frauen mit subklinischer Atherosklerose im Hinblick auf eine Reihe von Surrogatmarkern der Atherosklerose und des Knochenstoffwechsels zu charakterisieren.
ad 6. Mittels neuer Ultraschallkontrastmittel und gerätespezifischer Techniken der Schallverarbeitung und –aussendung kann die echokardiographische Bildqualität verbessert und in Kombination mit der Applikation von Echokontrastmitteln die myokardiale Perfusion in Ruhe und unter Belastung dargestellt werden. Mit der Gewebedoppler Echokardiographie lässt sich Wandbewegung und –verformung quantifizieren. In verschiedenen Studien wird der diagnostische Nutzen dieser neuen Techniken untersucht.

Auszeichnungen und Preise:
Dr. R. Jahns: Abstract-Preis 2002, Dt. Gesellschaft für Kardiologie(Mannheim).
Dr. S. Störk: Abstract-Preis 2000, Society of Endocrinology