Forschungsschwerpunkt: |
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- u. Ohrenkranke
Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg Mail: hnok038@mail.uni-wuerzburg.de Url: http://www.hno.uni-wuerzburg.de |
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Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Das Würzburger Hörscreening-Programm bei Neugeborenen. Der Einfluss nichtpathologischer Faktoren auf die Messergebnisse
Ergebnisse:
Die BERAphon®-Untersuchung mit Ableitung der frühen akustisch evozierten Potenziale mit einem speziellen Kopfhörer und unter Verwendung des Zeitgangreizes stellt eine Hörscreeningmethode mit hoher Validität dar. Seit August 1997 ist ein universelles Hörscreening-Programm für Neugeborene an den Universitätskliniken in Würzburg etabliert. Bis August 2001 wurden bei insgesamt 4115 Neugeborenen primäre und Kontrollhörscreening-Untersuchungen mit dem BERAphon® durchgeführt. Im Rahmen der Validierung dieser Methode wurde der Einfluss von nichtpathologischen
Faktoren auf die BERA-Reizantworten bei 415 gesunden Neugeborenen untersucht. 98,7 % aller Neugeborenen der Frauenklinik wiesen nach Durchlaufen des zweistufigen Hörscreenings unauffällige Antworten auf. 27 der im Rahmen des primären Hörscreenings untersuchten Neugeborenen wiesen eine Schwerhörigkeit auf, zusätzlich konnte bei 35 Neugeborenen, die zu Kontrollscreening-Untersuchungen überwiesen wurden, Hörschädigungen aufgedeckt werden. Nichtpathologische Faktoren hatten einen als sehr gering einzustufenden Einfluss auf die Messergebnisse. Der Apgar-Score bei 0, 5 oder 10 Minuten, das Geschlecht und das chronologische Alter zeigten keine signifikante Korrelation zur Latenzzeit der Welle V. Schwangerschaftsdauer, Kopfumfang sowie der pH-Wert des
Nabelschnurblutes korrelierten signifikant, aber geringfügig mit der Latenz der Welle V. Die Analyse der nichtpathologischen Faktoren mit den Ergebnissen der Hörscreening-Untersuchungen lässt den Schluss zu, dass die mit dem BERAphon® gemessenen Latenzen der Welle V nur in geringem Maß von Faktoren beeinflusst werden, die in Zusammenhang mit den Reifungsprozessen stehen. Die BERAphon®-Methode stellt somit eine
robuste, wenig von anderen Faktoren beeinflusste Methode dar, um Aussagen über eine Hörschwelle zu machen und ist damit als zuverlässiges Messverfahren beim Hörscreening einsetzbar.