Startseite: Forschungsbericht      Personenindex      Schlagwortindex      zugeh.Orgeinheit            Page in english      Impressum+Datenschutz   

Drittmittelprojekt

Titel:
Die funktionelle Relevanz humoraler und zellulärer Immunreaktionen gegen Campylobacter jejuni in der Pathogenese von Immunneuropathien

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Das Guillain-Barré Syndrom (GBS) ist eine akute Radikuloneuritis, die zu generalisierten schlaffen Paresen führen kann und gehäuft nach Infekten auftritt. Als deren Erreger wurde am häufigsten Campylobacter jejuni identifiziert. Es wird angenommen, dass eine primär gegen C. jejuni gerichtete Immunantwort mit Bestandteilen des peripheren Nervensystems kreuzreagiert, wobei unbewiesen ist, dass dies zur Entwicklung der Neuritis oder Paresen beiträgt.
Auf humoraler Ebene zeigten makro-patch-clamp Experimente am Mäusezwerchfell, dass polyklonale Antiseren der Ratte und ein generierter monoklonaler Antikörper gegen C. jejuni die neuromuskuläre Übertragung beeinträchtigen können. Auf zellulärer Ebene wurde eine Kreuzreaktivität humaner C. jejuni-spezifischer T-Lymphozyten mit Myelinprotein des peripheren Nerven gezeigt. Letzlich zeigten in vivo Experimente im System der experimentellen autoimmunen Neuritis (EAN) der Lewis Ratte, dass enterales LPS von C. jejuni die physiologische orale Toleranzinduktion durch PNS-Myelin mit konsekutiver Resistenz gegen die EAN stört und statt dessen zum vorzeitigen Ausbruch der EAN führt.

Schlagworte:
    Guillain-Barré Syndrom
    molekulares Mimikri
    Campylobacter jejuni
    Autoimmunität
    PNS

Laufzeit: von 05.1999 bis 01.2002

Förderinstitution:
Sondermittel Land Bayern ,Genehmigungsdatum: 01.04.1999
Landeshaushalt Wissenschaftsministerium ( IZKF )

Vorläuferprojekt:
keines

Publikationen:

Links:
IZKF