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Drittmittelprojekt

Titel:
Modulation der Migration mononukleärer Blutzellen durch humane cerebrale Endothelzellen

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die Blut-Hirnschranke (BHS) spielt als Grenzfläche zwischen den Bestandteilen des Blutgefäßsystems und dem Gehirn eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung der Homöostase im Zentralnerven-system. Ein wesentliches anatomisches Substrat dieser Grenzfläche stellen die cerebralen Endothelzellen dar. Im Rahmen des geförderten Projektes konnten an einem Zellkulturmodell humaner cerebraler Endothelzellen mit Hilfe moderner molekularbiologischer Methoden neue Erkenntnisse zur differentiellen Genexpression in Endothelzellen gewonnen werden. Unter Verwendung von Gene-Arrays konnte gezeigt werden, daß wichtige Moleküle, die sowohl für die Kontrolle der Immunzellmigration als auch für die Differenzierung von Zellen des Nervensystems von Bedeutung sind direkt von cerebralen Endothelzellen gebildet werden. Weiter fanden wir, daß Oncostatin-M (OSM), ein wichtiges Zytokin der IL-6 Familie, die Produktion zahlreicher immunologisch relevanter Faktoren in diesen Zellen beeinflußt. Diese Daten sind von potentiell therapeutischer Relevanz, da zahlreiche OSM-produzierende Zellen mittels Immunfärbung in floriden entzündlichen Läsionen von Patienten mit Multipler Sklerose gefunden wurden. Weiterhin konnte gezeigt werden, daß MMPs eine wichtige Rolle bei der Freisetzung von löslichen Adhäsionsmolekülen und Modulation der Immunzelladhäsion spielen.

Schlagworte:
    Blut-Hirnschranke
    cerebrale Endothelzellen
    Genexpression
    Oncostatin M
    Multiple Sklerose

Laufzeit: von 03.1999 bis 06.2001

Förderinstitution:
DFG ( Deutsche Forschungsgemeinschaft ) ,Genehmigungsdatum: 21.01.1999

Publikationen: