Titel:
Zytokine und Hyperalgesie: Untersuchungen zur Pathogenese am Nervenkonstriktionsmodell
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:
Kurzbeschreibung:
Proinflammatorische Zytokine sind mitbeteiligt an der Entwicklung von Hyperalgesie und Schmerz bei Entzündungen und bei Nervenläsionen. Am Modell der einseitigen inkompletten Ischiadicusläsion mit locker konstriktiven Ligaturen (CCI, chronic constrictive injury) bei der Ratte oder Maus konnte mit den Methoden der Immunhistochemie und ELISA gezeigt werden, daß nach der Läsion der endoneurale Gehalt an Tumor Nekrose Faktor-alpha (TNF) rasch ansteigt. Die nach der Ischiadicusläsion entstehende Hyperalgesie konnte bei den Versuchstieren durch frühzeitige Gabe von TNF-Produktion oder -Freisetzung hemmenden Substanzen reduziert werden. Aus diesen Befunden ergab sich die Frage, über welche Mechanismen TNF an der Entstehung der Hyperalgesie nach Nervenläsion beteiligt sein könnte. Die mit verschiedenen methodischen Ansätzen durchgeführten Untersuchungen ergaben, daß Hyperalgesie bei CCI über den TNF- Rezeptor 1 vermittelt wird, daß das entzündungsassoziierte Adhäsionsmolekül ICAM und die induzierbare Zyklooxygenase 2 (COX 2) hieran beteiligt sind, daß TNF axonal anterograd zum Muskel transportiert wird und dort Schmerz verursacht. An Suralisbiopsien von Patienten mit schmerzhaften und schmerzlosen Neuropathien zeigte sich eine deutliche Korrelation der Schmerzhaftigkeit mit dem Zytokingehalt.
Schlagworte:
Neuropathischer Schmerz
Zytokine
knock-out-Mäuse
Zyklooxygenase
Laufzeit: von 01.1998 bis 12.2000
Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 01.01.1998
Vorläuferprojekt:
Die Rolle von Zytokinen bei der Entstehung von Neuropathieschmerz, DFG, So 328/2-1 1996-1998
Publikationen: