Titel:
Pathogenese und Pathophysiologie des Guillain-Barré Syndroms und seiner Varianten:
Bedeutung und Wirkmechanismen blockierender Antikörper
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:
Kurzbeschreibung:
Das Guillain-Barré Syndrom (GBS) ist die häufigste schwere Lähmungserkrankung des peripheren Nervensystems mit einer Mortalität bis zu 8 % und einer dauerhaften Behinderung bei fast der Hälfte aller Patienten. Die immunvermittelte Entzündung führt zur Zerstörung von Markscheiden und Axonen. Neben zellvermittelten Mechanismen wurden lange Antikörper vermutet. Das Projekt befasst sich mit der pathophysiologischen Wirkung und Bedeutung von IgG-Autoantikörpern, die an der neuromuskulären Endplatte von uns nachgewiesen wurden. Es handelt sich um die ersten Antikörper, die eine duale Wirkung mit gleichzeitiger präsynaptischer Hemmung der Kalziumströme und der postsynaptischen Blockade von Acetylcholin-Rezeptor-Kanälen besitzen. Die Wirkung wird vermutlich über membranständige Ganglioside vermittelt und lassen sich durch polyklonales IgG neutralisieren. Dieses Projekt befasst sich mit der genauen Charakterisierung der Gangliosidantigene und der Wirkmechanismen der neutralisierenden Wirkung von Immunglobulinen humaner Spender.
Schlagworte:
Guillain-Barré Syndrom
Autoantikörper
Ganglioside
neuromuskuläre Transmission
Immunglobuline
Laufzeit: von 11.2001 bis 10.2002
Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 13.07.2001
Vorläuferprojekt:
DFG TO 61 9-1
Publikationen: