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Forschungsschwerpunkt:  

Neurologische Klinik und Poliklinik
Josef-Schneider-Straße 11, 97080 Würzburg
Mail: rudolf.martini@mail.uni-wuerzburg.de
Url: http://http//www.neurologie.uni-wuerzburg.de/

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den zellulären und molekularen Mechanismen der Myelinisierung im Nervensystem. Schwerpunktmäßig werden dabei licht- und elektronemikroskopische Methoden sowie immunhistochemische und immunelektronemikroskopische Techniken wie auch in-situ-Hybridisierung angewandt. Neben Zellkulturen von Neuronen und myelinisierenden Schwann´schen Zellen werden ein breites Spektrum von Null-Mutanten (sog. Knockout-Mäuse), die für bestimmte Myelingene
defizient sind, untersucht. Ein ganz bedeutender Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der erblichen Neuropathien, da es sich heraustellte, daß eine Reihe von Myelin-Nullmutanten
sehr brauchbare Modelle für diese bislang noch unbehandelbaren Nerverkrankung sind. Besonders im Focus steht dabei die Rolle des Immunsystems. Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, daß in Mausmodellen für erbliche Neuropathien Immunzellen wie T-Lymphozyten und Makrophagen auf die Schwere und den Verlauf der Erkrankung einen erheblichen
Einfluß haben. Von diesen Studien ausgehend werden nun in Zusammenarbeit mit der Klinischen Forschungsgruppe "Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" nach gezielten
Therapiemöglichkeiten gesucht sowie Fragen zur Antigenerkennung bearbeitet.
Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit Möglichkeiten zur Erhaltung degenerierender, axonaler Terminalien in Modellen für erblichen Neuropathien. In einem ersten Schritt konnten wir zeigen, daß in Mäusen mit schweren Neuropathien bis zu 75% der distalen Axone peripherer Nerven degenerieren, während die proximalen Bereiche der Axone erhalten bleiben. Es ist geplant, mit trophischen Faktoren das für die klinische Ausprägung
außerordentlich bedeutsame Absterben der Axonenden zu unterbinden oder abzumildern.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit bestimmten Formen von erworbenen Neuropathien, wie dem Miller-Fisher-Syndrom. Es konnte mit immunelektronenmikroskopischen Methoden gezeigt werden, daß Antikörper aus Patientenseren an motorische Endplatten binden, was frühere, elektrophysiologischen Vorarbeiten aus der Klinischen Forschungsgruppe "Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" (Experimentelle Neurophysiologie) ergänzt und neue Wege zu Erklärungsmöglichkeiten für die Pathogenese der Erkrankung eröffnet.

Ergebnisse:
s. Einzelprojekte Martini