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Drittmittelprojekt

Titel:
Dosimetrie und Langzeiteffekte nach diagnostischer Anwendung von Radiopharmaka unter besonderer Berücksichtigung von deren Einsatz an Kindern und Jugendlichen

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:

PEDDOSE.NET wird von EIBIR (European Institute for Biomedical Imaging Research) in Wien koordiniert. Der wissenschaftliche Koordinator des Projektes ist Prof. Michael Laßmann, Leitender Physiker der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg, Deutschland. Das Projekt wird darüber hinaus von der Europäischen wissenschaftlichen Fachgesellschaft für die Nuklearmedizin, EANM (European Association of Nuclear Medicine), unterstützt.


Nuklearmedizin ist aus der europäischen Gesundheitsversorgung nicht mehr wegzudenken und trägt wesentlich zum Erhalt und der Verbesserung der Lebensqualität in Europa bei. Insbesondere bei der Diagnose und Therapie von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt sie eine große Rolle. Die Auswirkungen der Verabreichung geringer Mengen radioaktiver Stoffe, wie sie bei diagnostischen bildgebenden Verfahren angewendet wird, auf die Gesundheit der Patienten insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist im europäischen Kontext noch nicht systematisch untersucht worden. Genau das ist nun das Ziel von peddose.net.


Im Speziellen verfolgt das Projekt PEDDOSE.NET folgende wissenschaftliche Zielsetzungen:


·         Zusammenfassung und Bewertung des aktuellen Wissenstands über die Auswirkungen von geringen Mengen von radioaktiv markierten Pharmazeutika, wie sie derzeit in der nuklearmedizinischen diagnostischen Diagnostik verwendet werden, auf die Gesundheit der Patienten;


·         Erarbeitung von Empfehlungen und Leitlinien, die dazu dienen sollen wissenschaftliche und technologische Innovationen voranzutreiben. Dadurch soll die Gesundheitsversorgung der Patienten im Bereich nuklearmedizinischer diagnostischer Bildgebung weiter verbessert werden;


·         Identifizierung von ggf. erforderlichen zusätzlichen klinischen  Studien zu diesem Thema;


·         Zusammenarbeit und Wissensaustausch mit den für die Zulassung neuer Substanzen verantwortlichen Behörden.


 


Während des Projekts werden Daten über die bei der Verabreichung von Radiopharmaka für diagnostische Zwecke bei Kindern und Erwachsenen zu erwartenden Strahlenexposition und die damit verbundenen Risiken gesammelt und kritisch bewertet. Das Projekt untersucht, wie solche Dosen berechnet werden und wie die Entwicklung neuer Radiopharmaka das Vertrauen in die Dosimetrie innerhalb der nächsten Jahre weiter erhöhen könnte.


Das Projektkonsortium besteht aus führenden Fachleuten auf dem Gebiet der nuklearmedizinischen Dosimetrie in Europa, nämlich Mitgliedern des Dosimetrie-Komitees der EANM und Experten des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz.


Die Ergebnisse des Projekts werden zu einem verbesserten Strahlenschutz der Patienten beitragen, sowie zu einer noch gezielteren Anwendung nuklearmedizinischer Maßnahmen. Die Resultate des Projektes werden dazu dienen, die europäische Forschung im Bereich der molekularen Bildgebung  weiter zu stärken.

Laufzeit: von 04.2010 bis 10.2011

Förderinstitution:
EU ,Genehmigungsdatum: 2.3.2010