Forschungsschwerpunkt: |
Poliklinik für Kieferorthopädie
Pleicherwall 2, 97070 Würzburg Mail: prof.witt@mail.uni-wuerzburg.de Url: http://www.kfo.uni-wuerzburg.de/ |
Wissenschaftliche Mitglieder:
Professoren:
Privatdozenten:
Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Sonstige beteiligte Personen und Organisationen:
Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
1. Einen Forschungsschwerpunkt bilden die Möglichkeiten der Effektivitätssteigerung funktionskieferorthopädischer Geräte, z.B. durch den Einsatz extra- bzw. intraoraler Hilfsmittel (anteriorer Hochzug, Up-and-down- Gummizüge). Hierzu liefen Wirkungsstudien, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Institut für Röntgendiagnostik, in deren Rahmen mit Hilfe bildgebender Verfahren (wie Magnetresonanztomographie) die behandlungsbedingten Auswirkungen auf das Kiefergelenk untersucht wurden.
2. Compliance und Gesprächsführung.
In Weiterführung eines DFG-geförderten Projekts wurden Methoden der Patientenführung und -motivation bei der Behandlung mit herausnehmbaren bzw. extraoralen kieferorthopädischen Apparaturen entwickelt, bei denen die Mitarbeit des Patienten und damit auch die Patientenführung durch den Kieferorthopäden entscheidend für den Behandlungserfolg ist. Die Ergebnisse einer 15-jährigen Forschungstätigkeit der Poliklinik auf diesem Gebiet wurden in Form einer Monographie aufgearbeitet.
Für ein neu zu schaffenden Curriculums für die kieferorthopädische Fachweiterbildung werden relevante fachpsychologische Lehrinhalte erarbeitet und in einem Pilotprogramm an der Poliklinik erprobt und evaluiert.
3. Kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung.
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurde ein integriertes Therapiekonzept zur Behandlung von Kl. II- und Kl. III-Fällen entwickelt. Kriterien und Möglichkeiten der Verbesserung der dentofazialen Ästhetik galt dabei besondere Beachtung.
4. Um bei erwachsenen Patienten die ästhetische Behandlungsmotivation abzuklären und die Behandlungszufriedenheit zu evaluieren, wurde ein Fragebogeninstrument zur Wahrnehmung und ästhetischen Bewertung dentaler und fazialer Merkmale entwickelt.
5. Physikalische Eigenschaften kiefer-
orthopädischer Materialien.
In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Experimentelle Zahnheilkunde konnten mehrere Projekte realisiert werden, die der Messung der Veränderung der physikalischen Eigenschaften kieferorthopädischer Drähte nach Temperatureinwirkung, der Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur Bestimmung der Restmonomerabgabe kieferorthopädischer Kunststoffe mittels der UV-Absorptionsspektrometrie und dem Korrosionsverhalten kieferorthopädischer Materialien gelten.
6. In Zusammenarbeit mit der Universität San Antonio, Texas, wird der Langzeitbenefit einer kombinierten Behandlung unter besonderer Berücksichtigung von Kiefergelenksfunktion, Mastikation und Okklusion untersucht. Mit Hilfe eines standardisierten Versuchsaufbaus wird das Kauvermögen von Probanden ermittelt. Es wird zum einen die Entwicklung und der Verlauf des Kauvermögens mit dem Alter untersucht zum anderen in Abhängigkeit von verschiedenen Fehlbildungen des Mund-, Kiefer, Gesichtsbereichs bzw. deren Behandlung.
Mögliche Kofaktoren wie die Okklusionsfläche oder das Kaumuster werden ebenfalls erfasst und in Relation zum Kauvermögen der Patienten gesetzt.
Zudem wird in Zusammenarbeit mit der University of Texas in San Antonio das Kauvermögen bei verschiedenen Operationsmethoden in einer Gruppe von kombiniert behandelten Fälle untersucht. Desweiteren ist geplant, die Methodik zur Okklusionsflächenbestimmung weiter auszubauen und eine klinische Studie zur Effektivität verschiedener Retainertypen durchzuführen.
7. Für ein geplantes Lexikon der Zahnmedizin wird der kieferorthopädische Stichwortbestand erarbeitet, der auch in ein geplantes kieferorthopädisches Tabellenwerk eingebracht wird.
Ergebnisse:
Zu 1. Watted, N., Witt, E., Kenn, W.
The temperomandibular joint and the disc-condyle relationship after functional orthopedic treatment: a magnetic resonance imaging study.
European J. of Orth. 23 (2001) 683-693.
Witt, E., Watted, N.: Effectiveness of intra- and extraoral aids to the bionator.
J. orofac. Orthop. (1999) 60: 269
Zu 2. Bartsch A. und Witt E.
"Patientencompliance in der Zahnheilkunde"
Schlütersche Hannover, erscheint Anfang 2003
Zu 3. Habilschrift Dr. med. dent. N. Watted
"Kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung des Short-face-Syndroms", Würzburg 2001
Zu 4. Entwicklung eines Fragebogens zur Selbstwahrnehmung und Bewertung der dento-fazialen Ästhetik
Med. Diss. Würzburg 2002
(wird in Kürze im J. orofac. Orthop. veröffentlicht durch Bartsch, A., Witt, E., Poursaba, B.)
Zu 5. Heidemann, J., Witt, E.: Orthodontic Soldering Techniques: Aspects of quality assurance in the dental laboratory.
J. orofac. Orthop. /Fortschr. Kieferorth. 63 (2002) 235 - 338.
Zu 7. Priv. Doz. Dr. Dr. Proff, Witt, E.: Bucherscheinung gepl. 2003
Ausstattung:
Laserschweißgerät
Links: