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Institut für Klassische Philologie
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Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Auf seiner Romreise 1817/18 entwickelt Friedrich Rückert sein romantisches Geschichtsverständnis weiter, das ihm mit der scharfen Kontrastierung von römisch-paganer Antike und christlichem Mittelalter und der antiklassizistischen Aufwertung mittelalterlicher deutscher Kunst und Literatur zur Entwicklung eines nationalen Selbstverständnisses verhelfen soll. Die Erstpublikation der erhaltenen Reisetagebücher und die kritische Edition der Gedichte belegt Rückerts intensives Interesse an der Wiederentdeckung der mittelalterlichen Malerei in der Toscana mit Ramboux und Rumohr und erweist ihn als ersten Volkskundler, der die "Volksdichtung" der Ottaverime und Ritornelle seinen "Hausmamsellen" ablauscht.
Ergebnisse:
F. Rückert: Gedichte von Rom u. andere Texte d. Jahre 1817-1818. Bearb. v. C. Wiener, Göttingen 2000 (Historisch-kritische Ausgabe "Schweinfurter Edition").
Ein Redakteur verstreuter Blätter. Zyklische Strukturen in Rückerts "Aprilflocken" (1817) und "Sizilianen" (1818) und ihre Metamorphose von der Handschrift bis zum Werkdruck, in: Rückert-Studien 12, 1998/99, 7-29.
(mit G. Drescher u. R. Kreutner) "O sehet her! die allerliebsten Dingerchen" Friedrich Rückert und der Almanach. Kat. d. Ausstellung der Bibliothek Otto Schäfer Schweinfurt, Schweinfurt 2000.