Titel:
Entwicklung eines klinisch einsetzbaren Kernspintomographieprotokolls zur kombinierten Perfusions- und Ventilationsmessung der menschlichen Lunge
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:
Kurzbeschreibung:
In diesem Forschungsprojekt werden schonende und effektive Lungenfunktionstests basierend auf dem nicht-invasiven Verfahren der kernmagnetischen Resonanz (MR) für die menschliche Lunge entwickelt. Dabei werden verschiedene Ansätze zu Lungenfunktionsprüfung eingesetzt.
Zur Beurteilung der Lungenbelüftung (Ventilation) inhaliert der Patient wechselweise Normalluft (20 % O2) und reinen Sauerstoff (100 % O2) durch ein spezielles Applikatorensystem. Durch Subtraktion T1-gewichteter Tomogramme vor und nach O2-Gabe kann dann ein Lungenventilationsbild berechnet werden, das Rückschlüsse darauf zuläßt, wie gut die Lunge an verschiedenen Stellen Sauerstoff aufnimmt.
Zur Beurteilung der Lungenperfusion wird der regionale Durchfluss und die regionale Verteilung eines T1-Zeit verkürzenden Kontrastmittels verwendet. Dabei werden für die Messung dynamisch T1-gewichtete Gradientenechobilder unter intravenöser Kontrastmittelgabe aufgenommen. Aus dem Zeitverlauf dieser Messung lassen sich prinzipiell Aussagen über Lungenperfusion und das regionale Blutvolumen machen.
Schlagworte:
MRT
Lungenfunktion
Sauerstoff
Ventilation
Perfusion
Laufzeit: von 01.2000 bis 01.2003