Titel:
Religion, Interkulturalität und Identität
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:
Kurzbeschreibung:
Die empirisch-theologische Untersuchung will Möglichkeiten erforschen, interkulturelle Kommunikationsprozesse im Rahmen des Religionsunterrichts zu verbessern. Theoretisch wird davon ausgegangen, dass die Fragestellung nur vor dem Hintergrund einer globalisierenden Gesellschaft angemessen entwickelt werden kann. Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein Konzept von Interkulturalität sinnvoll, das mehrdimensional und dynamisch angelegt ist. Dies hat Konsequenzen für das Verständnis des Selbst bzw. der kulturellen Identität, auf deren Basis Menschen kulturell interagieren. Identität, die sich in sozial-kultureller Interaktion konstituiert, kann vor diesem Hintergrund ebenso wenig statisch sondern muss relational verstanden werden. Die Schlüsselbegriffe werden erläutert und bilden den theoretischen Kern der Untersuchung. Religion wird als Teil der Kultur verstanden, so dass zum Zwecke der empirischen Untersuchbarkeit eine thematische Konzentration auf Fragen von Religion und Gender gelegt wird. Das Thema enthält zahlreiche kulturelle Differenzen im Blick auf die Unterscheidung zwischen Eigenem und Fremdem (religiöse und soziale Ausschließung; Ableitung weiblicher Subjekthaftigkeit von der Position des Mannes; androzentrischer und patriarchaler Kontext; Marginalisierung des Weiblichen als das Andere; die Frau Symbol des Fremden; usw.)
Laufzeit: von 04.2005 bis 03.2008