Startseite: Forschungsbericht      Personenindex      Schlagwortindex      zugeh.Orgeinheit            Page in english      Impressum+Datenschutz   

Drittmittelprojekt

Titel:
Molekularbiologische Untersuchungen zum Schicksal von Mikrokernen: zugrunde liegende Mechanismen und toxikologische Relevanz

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Verschiedene Arten von Mutationen spielen eine bedeutende Rolle in der Karzinogenese, hierzu gehören z. B. chromosomale Mutationen, die durch Veränderungen der Chromosomenstrukturen charakterisiert sind. Eine Form, in der sich chromosomale Mutationen manifestieren sind sogenannte Mikrokerne, die aus Chromosomenbrüchen oder aus fehlverteilten Chromosomen entstehen. Die Entstehung von Mikrokernen wurde bereits in zahlreichen Studien untersucht und die zugrunde liegenden Mechanismen sind gut charakterisiert. Unklar ist jedoch nach wie vor, ob Mikrokerne in einer Zelle persistieren oder ob spezifische Eliminationsmechanismen existieren. Grundsätzlich denkbar sind vier Möglichkeiten: Persistieren in der Zelle, Abbau im Zytoplasma, Auswurf aus der Zelle oder Reintegration in den Zellkern. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll die Frage nach dem Schicksal von Mikrokernen und der Bedeutung für die gesamte Zelle erstmalig umfassend untersucht werden um somit die zugrunde liegenden Mechanismen zu identifizieren und genau zu charakterisieren.
Zunächst sollen Bedingungen, unter denen Mikrokerne eliminiert werden können, mit Hilfe von Live-Imaging-Untersuchungen identifiziert. Dabei werden die Zellen über mehrere Zellzyklus-Generationen verfolgt. Auf Basis dieser Daten soll weiterhin geklärt werden, welche molekularen Vorgänge für das Schicksal von Mikrokernen verantwortlich sind. Hierzu soll einerseits die Expression bestimmter Proteine auf Gesamtzellebene quantifiziert werden, andererseits sollen die Protein-Lokalisation und deren Änderung bestimmt werden. Schließlich soll untersucht werden, inwieweit diese Phänomene auch im menschlichen Organismus auftreten. Hierfür werden Proben von Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten, entnommen und bezüglich des Schicksals von induzierten Mikrokernen untersucht.
Insgesamt wird dieses Forschungsvorhaben aufzeigen, unter welchen Bedingungen chromosomale Mutationen in Form von Mikrokernen persistieren bzw. eliminiert werden. Die zugrunde liegenden Mechanismen werden charakterisiert und die gewonnenen Kenntnisse ermöglichen somit ein genaueres Verständnis dieser Vorgänge, die mit dem Einfluss verschiedener Agenzien auf die Karzinogenese zusammenhängen.

Schlagworte:
    genomische Instabilität
    Mikrokerne

Laufzeit: von 10.2017 bis 09.2019

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 09.11.2016