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Drittmittelprojekt

Titel:
Kombinationswirkungen gentoxischer Agentien: Vergleich humaner Tumor-Zelllinien mit humanen Primärzellen

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Für die Abschätzung der Wirkung von Gemischen gentoxischer Agentien wird meist von einem additiven Effekt ausgegangen. Allerdings sind in der Epidemiologie und der Tumortherapie Kombinationen von Agentien beschrieben, die möglicherweise überadditive Effekte induzieren. Theoretisch findet sich die größte Wahrscheinlichkeit für überadditive Effekte im Rahmen von Mehrstufenprozessen, wenn zwei oder mehr aufeinanderfolgende geschwindigkeitslimitierende Schritte von verschiedenen gentoxischen Agentien betroffen sind. Eine weitere theoretische Möglichkeit besteht darin, dass sich zwei Proteine erst durch die Bindung zweier verschiedener gentoxischer Substanzen zu einem aktiven Komplex zusammenlagern. Die Frage, ob sich die Kombination gentoxischer Agentien nicht nur theoretisch überadditiv auswirken könnte, sondern sich dies auch experimentell demonstrieren lässt, ist für die Risikoabschätzung in der Toxikologie von großer Bedeutung.
Unsere bisherigen Arbeiten ergaben klare Hinweise auf mögliche Abweichungen von der Additivität. Die Kombination von Gamma-Strahlung mit der alkylierenden Substanz Ethylmethansulfonat zeigte im Mikrokerntest mit L5178Y Mauslymphomzellen (mutiertes Tumorsuppressorgen p53) sowie mit lymphoblastoiden humanen Wtk-1 Zellen (mutiertes Tumorsuppressorgen p53) einen überadditiven Effekt, mit lymphoblastoiden humanen TK6 Zellen (nicht-mutiertes Tumorsuppressorgen p53) jedoch keine Überadditivität.

Schlagworte:
    DNA Schaden
    Dosis-Wirkungsbeziehung
    Ethylmethansulfonat
    Fibroblasten
    Leukämie L5178
    Mikronukleus Test
    Mutation
    Tumorzellen
    Protein p53

Laufzeit: von 05.2000 bis 07.2001

Förderinstitution:
Sonstige öffentliche Mittel ( Bundesamt für Gesundheit, Bern )

Publikationen: