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Forschungsschwerpunkt:  

Lehrstuhl für Toxikologie
Versbacher Str. 9, 97078 Würzburg
Mail: lutz@toxi.uni-wuerzburg.de
Url: http://www.uni-wuerzburg.de/toxikologie/

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Privatdozenten:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Chemische Kanzerogenese.

Ziel unserer Untersuchungen ist die Risikocharakterisierung bei Gefahrstoffbelastung, abgeleitet aus den Aspekten Gefährdungspotential und Exposition, unter Berücksichtigung der Dosis-Wirkungsbeziehung. Dies erfordert Übertragungen von experimentellen Daten auf den Menschen, von hohen zu niedrigen Dosen, sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Empfindlichkeiten gegenüber Gefahrstoffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beurteilung der Toxizität von Gemischen. Sie erfordern Kenntnis der toxischen Wirkmechanismen, damit die Extrapolationen auf einer biologisch plausiblen Grundlage basieren.
Im Zentrum steht die Abklärung der mutagenen und kanzerogenen Wirkung von Stoffen, mit dem Ziel einer Risikocharakterisierung für chemisch induzierte Krebserkrankungen. Folgende Aspekte stehen im Vordergrund:
- Aktivierung und Detoxifizierung von chemischen Kanzerogenen (Kinetik und Metabolismus in Tier und Mensch (Dekant), Struktur-Funktionsbeziehungen fremdstoffmetabolisierender Enzyme, insbesondere Epoxidhydrolasen (Arand)
- Gentoxizität von chemischen Kanzerogenen (DNA-Kanzerogen-Addukte (Eder), Genmutationen und Zytogenetik (Stopper)
- Epigenetische Faktoren der Kanzerogenese (Störungen von Zellzyklus und Zelldifferenzierung (Stopper)
- Biomarker der Exposition (Dekant, Eder)(Blutspiegel, Ausscheidung von Metaboliten im Urin, DNA- und Hämoglobin-Addukte).
In diesen Arbeitsgruppen ist auch ein weites Spektrum an standardisierten Mess- und Prüfprotokollen im Einsatz.

Die am Lehrstuhl untersuchten Stoffe betreffen Expositionen aus sämtlichen Bereichen. Für Arbeitsplatz und Umwelt seien als Beispiele genannt: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Amine, Nitroaromaten, chlororganische aliphatische Verbindungen, (Haloalkene), Kunststoffmonomere. Aus dem Bereich Ernährung werden unter anderem Ochratoxin, Anthranoide, Polyphenole und Phytoestrogene untersucht. Zu diesem Bereich gehören auch verschiedene Fette und die davon abgeleiteten Peroxidationsprodukte (z.B. ungesättigte Aldehyde). Endogene Stoffe und unvermeidliche Prozesse, die zur spontanen Krebsentstehung beitragen, sind als Basis für die Beurteilung einer zusätzlichen Exposition ebenfalls von Bedeutung. Folgen von oxidativem Stress stehen hier im Vordergrund.

Ausstattung:
Massenspektrometer (API3000), Durchflusszytometer (BD FACS)
(2001 im Rahmen eines HBFG-Antrags bewilligt)