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Drittmittelprojekt

Titel:
Gentherapie menschlicher Hirntumore

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Ein Suizidgen-transferierendes replikation-kompetentes foamy-virales Vektorsystem wurde etabliert und in einem Nacktmaus-tumor-Xenograft-Modell mit subkutan injizierten menschlichen U87 und G9 Glioblastomzellen auf seine Wirksamkeit bei der Elimination des Tumors bzw. der Verzögerung der Tumor-entwicklung nach Gabe der zum Suizidigen passenden Prodrug getestet. Es wurdenn folgende Suizidgen-Prodrug-Kombinationen verwendet: Polynukleosidphosphorylase (PNP) - 6-Methylpurin-desoxyribosid (6MPDR); Nitroreduktase (NTR) ? 5-Aziridin-1,2,4-Dinitrobezamid (CB1954); Thymidinkinase (TK) ? Gan-ciclovir (GCV). Während von den Kontrollmäusen, die Tumor-zellen oder Tumorzellen und Prodrug aber keinen Vektor erhiel-ten, alle Tiere wegen Tumorwachstum getötet werden mußten, wurden in der Verumgruppe (Tumorzellen plus Vektorvirus plus Prodrug) Überlebensraten von 33% (PNP + 6MPDR), 62.5% (NTR + CB1954) und 25% (TK + GCV) beobachtet. Überraschenderweise kam es auch in einer weiteren Kontrollgruppe (Tumorzellen plus Vektorvirus) zu Überlebensraten von 66% (PNP), 75% (NTR) und 37.5% (TK). Diese Daten deuten auf einen direkt onkolytischen Effekt der Foamyvirusreplikation hin, der auch durch die Injektion von wildtypischem Virus in Tumore (Überlebensrate 37.5%) nahe gelegt wurde.

Schlagworte:
    Foamyvirus
    Retrovirus-Vektor
    Tumor-Gentherapie
    Suizidgentherapie

Laufzeit: von 07.1998 bis 08.2001

Förderinstitution:
Bund

Publikationen: