Titel:
Untersuchung der Wechselwirkung von humanen Endothelzellen mit attenuierten und virulenten Masernviren
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:
Kurzbeschreibung:
Der Endothelzelltropismus des Masernvirus (MV) ist sowohl bei den normalen akuten Masern, als auch bei Komplikationen von großer pathogenetischer Bedeutung. Infizierte Endothelzellen tragen vermutlich entscheidend zur viral induzierten Leukopenie bei, sind an der Masernenzephalitis beteiligt, und vermitteln möglicherweise den Eintritt des Virus ins zentrale Nervensystem. Die molekularen Grundlagen, die den klinischen Befunden der Endothelveränderungen bei akuten und hämorrhagischen Masern, oder den ZNS-Komplikationen zugrundeliegen, sind weitgehend nicht bekannt. In diesem Projekt soll die Replikation verschiedener Masernvirusstämme und rekombinanter Viren in, und die gerichtete Virusfreisetzung aus Endothelzellen der Nabelschnur und des Gehirns analysiert werden. Darüber hinaus sollen die Folgen der Infektion mit attenuierten und virulenten Masernviren auf Funktionen von Endothelzellen (Zytokin- und Adhäsionsmolekülexpression, Permeabilität) untersucht werden. Es soll herausgefunden werden, welche Faktoren (Zytokinmilieu) zur Hemmung oder Verstärkung der Infektion führen und welche Auswirkung dies auf die Transmigration von Leukozyten durch das Endothel, und damit für die viral induzierte Leukopenie, hat.
Schlagworte:
Hämorrhagische Masern
Endothelzellen
zelluläre Rezeptoren
Zytokininduktion
Laufzeit: von 01.2001 bis 12.2001
Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 18.12.2000
Publikationen: