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Drittmittelprojekt

Titel:
Identifizierung und Charakterisierung des zellulären Rezeptors für lymphotrope Masernvirus-Stämme und Untersuchung der Rolle der viralen Hüllproteine für Tropismus und Virulenz

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Tropismus und Virulenz des Masernvirus (MV) werden zu einem großen Teil von der Benutzung zellulärer Rezeptoren bestimmt. So ist auch die MV-induzierte Proliferationshemmung von Lymphozyten ein Rezeptor-vermitteltes Phänomen, das durch Kontakt der viralen Hüllproteine mit der Oberfläche von Lymphozyten hervorgerufen wird. CD46, das als ein Rezeptor für MV-Impfstämme identifiziert wurde, hat bei der Proliferationshemmung keine direkte Funktion. Es ist uns gelungen, mehrere monoklonale Antikörper zu isolieren, die die Infektion von Zellen mit MV-Wildstämmen hemmen. Ein monoklonaler Antikörper (mAK 5C6) erkannte CD150, ein Rezeptormolekül auf aktivierten Lymphozyten, Monozyten und dendritischen Zellen. Interaktion des Virus mit diesem Oberflächenmolekül könnte auch zur MV-induzierten Immunsuppression beitragen. Darüber hinaus gibt es für die verschiedenen Formen der Masernvirus-induzierten ZNS-Erkrankungen gute Tiermodelle (Maus oder Ratte). Mit der Herstellung von rekombinanten Masernviren mit Mutationen im Hämagglutinin wurde begonnen die exakten molekularen Determinanten der Neurovirulenz von MV-Varianten im Tiermodell und in Zellkultur aufzuklären.

Schlagworte:
    Masernvirus
    zellulärer Rezeptor
    CD150
    Neurovirulenz

Laufzeit: von 01.2001 bis 12.2001

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 21.09.2000

Publikationen: