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Drittmittelprojekt

Titel:
Molekulare Grundlagen Masernvirus-induzierter Immunsuppression

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die mit den akuten Masern assoziierte generelle Immunsuppression ist ursächlich für deren weltweit hohe Morbiditäts/Mortalitätsraten. Trotz ihrer hohen klinischen Relevanz sind die Grundlagen dieser Immunsuppression auf molekularer Ebene nicht verstanden. Die verfügbare Datenlage läßt darauf schließen, daß zum einen eine Interferenz des Masernvirus mit der Viabilität und Funktion professioneller antigenpräsentierender Zellen wie Monozyten und dendritischen Zellen, zum anderen aber eine direkte Inhibition von Lymphozyten vorliegt. Letztere ist nicht zuletzt durch den Befund dokumentiert, daß aus Patienten isolierte Lymphozyten in der Regel eine extrem eingeschränkte Proliferation auf polyklonale und antigen-spezifische Stimulation zeigen. In dem Projekt zugrundeliegenden Arbeiten konnten wir nachweisen, daß der Masernvirus Glykoprotein-Komplex, bestehend aus dem H und dem proteolytisch aktivierten F Protein, mit einem noch unbekannten Rezeptor(komplex) auf der Oberfläche von Lymphozyten interagiert. Diese Interaktion führt dazu, daß uninfizierte Lymphozyten mit stark verlangsamter Kinetik in die S Phase des Zellzyklus eintreten. Auf diesen Befunden aufbauend hat das Projekt die Zielsetzung, 1) die immunsuppressive Domäne innerhalb des F/H Komplexes, 2) den/die relevanten Rezeptorstruktur(en) und 3) die MV kontakt-abhängig regulierten intrazellulären Signalwege in Lymphozyten zu charakterisieren.

Schlagworte:
    Masernvirus
    Glykoproteine
    Rezeptoren
    T-Zell-Proliferation
    Zellzyklus
    Signalübertragung

Laufzeit: von 01.1998 bis 12.2003

Förderinstitution:
DFG ( SFB )

Publikationen: