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Drittmittelprojekt

Titel:
Kooperationsprojekt: Förderung der Rehabilitationsmotivation bei bypasschirurgisch behandelten Patienten mit koronarer Herzkrankheit

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:


Hintergrund: Verhaltensabhängige Risikofaktoren wie Zigarettenrauchen, Bewegungsmangel und fettreiche Ernährung mit der Folge von Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie und Diabetes mellitus spielen für den Verlauf einer koronaren Herzkrankheit eine bedeutsame Rolle. Obwohl durch eine große Zahl von Studien bekannt ist, daß sich durch eine Veränderung dieser Risikofaktoren der Verlauf günstig beeinflussen läßt, sind die Rehabilitationsergebnisse in der genannten Patientengruppe noch nicht optimal. Eine der Ursachen dieses Zustandes kann darin gesehen werden, daß die Motivierung zu Verhaltensänderungen in der stationären Rehabilitation erst nach Abschluß der Akutbehandlung zum Tragen kommt. Eine Förderung der Motivation zu gesundheitlichen Verhaltensweisen schon während der Akutbehandlung könnte dazu beitragen, daß Patienten in höherem Maße von Rehamaßnahmen profitieren und die verhaltensabhängigen Risikofaktoren vermindern.


Ziele und Fragestellung: Das Projekt hat das Ziel, die Motivation von Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Bypass-Operation im Hinblick auf Änderung von Risikoverhaltensweisen zu bestimmen, Bedürfnisse der Patienten im Hinblick auf Information, Beratung und psychosoziale Unterstützung (insbesondere Depression) zu erheben und auf dieser Grundlage ein manualisiertes, strukturiertes psychoedukatives Programm zu entwickeln, das während der kardiochirurgischen Akutbehandung eingesetzt werden kann.


Studiendesign: In einem prospektiven Längsschnittdesign mit zwei Meßzeitpunkten (vor der Bypass-Operation; vor der Entlassung aus der stationären Behandlung) werden die Veränderungsmotivation hinsichtlich gesundheitlicher Verhaltensweisen, sowie Depressivität und Lebensqualität der Patienten erfaßt. Zusätzlich werden in einem ausführlichen strukturierten Interview die Informationsbedürfnisse der Patienten erfragt. Darauf aufbauend werden Therapiemodule geplant, die während der Akutversorgung individuelle Informationen, Einbezug des sozialen Umfeldes und konkrete Vorbereitungen auf die Rehabilitation anbieten. Das so entwickelte Schulungsprogramm zur Förderung der Veränderungsmotivation soll in einem Folgeprojekt mittels eines kontrollierten Designs (Zeitstichproben) evaluiert werden.

Schlagworte:
    Rehabilitationsmotivation
    Veränderungsmotivation
    koronare Herzkrankheit

Laufzeit: von 11.2001 bis 10.2003

Links:
RFB-Homepage