Startseite: Forschungsbericht      Personenindex      Schlagwortindex      zugeh.Orgeinheit            Page in english      Impressum+Datenschutz   

Drittmittelprojekt

Titel:
Evaluation einer Planungsintervention mit telefonischer Nachsorge zur Aufrechterhaltung körperlicher Aktivität

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Kooperationsklinik: Klinik Saale am Rehabilitationszentrum Bad Kissingen der Deutschen Rentenversicherung Bund (Dr. Werner Knisel)

Hintergrund: Die Nachhaltigkeit von Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation ist oft nicht optimal. Den Patienten gelingt es z. T. nicht, die in der Rehabilitation initiierten Verhaltensänderungen langfristig weiterzuführen und in ihren Alltag zu integrieren. Daher werden Nachsorgemaßnahmen gefordert, um den Transfer zu verbessern.
Von besonderer Bedeutung für Patienten mit Adipositas mit Ko- oder Folgemorbidität ist eine langfristige Umstellung des Ernährungs und Bewegungsverhaltens, um eine in der Rehabilitation erreichte Gewichtsreduktion langfristig zu stabilisieren. Für körperliche Aktivität haben sich Interventionen zur Planung der Umsetzung im Alltag in der kardiologischen und orthopädischen Rehabilitation als erfolgreich erwiesen. Um Patienten mit Adipositas bei der Integration von körperlicher Aktivität in den Alltag zu unterstützen und die langfristige Umsetzung zu fördern, scheint die Kombination einer Planungsintervention mit telefonischer Nachsorge vielversprechend.

Ziele und Fragestellungen: Ziel des Projekts ist die Prüfung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit einer kombinierten Planungs- und Nachsorgeintervention zu körperlicher Aktivität im Vergleich zum stationären Standard-Behandlungsprogramm einer Rehabilitationsklinik bei Patienten mit Adipositas (BMI zwischen 30 und 40). Im Rahmen der Intervention planen die Patienten bereits während ihres Rehabilitationsaufenthaltes körperliche Aktivitäten, die sie zu Hause umsetzen möchten; in 6 telefonischen Nachsorgegesprächen, die sich über einen Zeitraum von 6 Monaten erstrecken, wird die Umsetzung der geplanten Aktivitäten besprochen und die Patienten werden ggf. bei der Überwindung auftretender Hindernisse sowie einer Modifikation der Pläne unterstützt.
Die primäre Fragestellung betrifft die Wirksamkeit der Intervention im Hinblick auf Gewichtsreduktion und Bewegungsverhalten. Sekundäre Fragestellungen beziehen sich auf die Effekte der Intervention bezogen auf die Zielgrößen Motivation und Lebensqualität. Zudem wird die differentielle Wirksamkeit in Abhängigkeit vom Geschlecht, von komorbiden Erkrankungen sowie der Ausgangsmotivation untersucht.

Methode: Die Beantwortung der Fragestellungen erfolgt über ein prospektives, kontrolliertes und randomisiertes Design mit Katamnese-Erhebungen 6 und 12 Monate nach der Rehabilitation. Aufgrund des erwarteten kleinen Effekts in den Hauptzielgrößen wird eine Stichprobengröße von N=618 Patienten angestrebt (je 309 in Interventions- und Kontrollgruppe). Die Rekrutierung soll innerhalb von 12 Monaten in der Kooperationsklinik erfolgen. Die beiden Hauptzielgrößen Gewichtsreduktion und körperliche Aktivität werden sowohl über subjektive Angaben (Fragebogen) als auch über objektive Maße (Arztbericht für Gewichtsreduktion, Schrittzahl über Pedometer für körperliche Aktivität) erfasst.

Schlagworte:
    Adipositas
    körperliche Aktivität
    Nachsorge
    Rehabilitation

Laufzeit: von 03.2008 bis 02.2011

Förderinstitution:
Sonstige öffentliche Mittel ( Förderschwerpunkt chronische Krankheiten und Patientenorientierung ) ,Genehmigungsdatum: 27.03.2008