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Drittmittelprojekt

Titel:
Thymus-Autoimmunität

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die Arbeitsgruppe hat in den Jahren 1999-2002 mit zellbiologischen und morphologischen Methoden nachgewiesen, Daß Thymustumoren (Thymome, die mit einer autoimmunologisch bedingten Muskelschwäche (Myasthenia gravis, MG) assoziiert sind, aufgrund einer abnormen Thymopoese autoreaktive CD4+ T-Zellen verstärkt produzieren und ins Blut und periphere lymphatische Organe exportieren.Durch die Veränderung des peripheren T-Zellsystems schaffen Thymome die Voraussetzungen für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen. Thymome ohne Autoimmunphänomene produzieren und exportieren keine reifen CD4+ T-Zellen. Zur Autoimmunisierung im periphrene Immunsystem traägt bei, daß alle Thymome eine reduzierte Zahl regulatorischer CD4+ T-Zellen produzieren. Hinsichtlich der genetischen Veränderungen von Thymomen haben Comparative Genomische Hybridisierung (CGH)- und Mikrosatellitenanalysen gezeigt, Daß die verschiedenen Thymomsubtypen jeweils charakteristische genetische Veränderungen aufweisen, und bei manchen Thymomsubtypen ein homogenes, bei anderen ein heterogenes Profilgenetischer Aberrationen besteht. Die Befunde haben diagnostische Relevanz besonders bei der Abgrenzung von Thymus- gegen Lungentumoren und sprechen dafür, daß Thymomen und Tumoren der Lunge und HNO-Region andere Ursachen zugrunde liegen. Die Analysen basieren u.a. auf der Kooperation mit der Neurologie (Prof. Gold, Prof. Toyka) und Herz-Thorax-Chirurgie (Dr. Krein, Prof. Elert) der Universität Würzburg.

Schlagworte:
    Thymome
    Myasthenia gravis

Laufzeit: von 01.1998 bis 12.2002

Förderinstitution:
Landeshaushalt Wissenschaftsministerium

Publikationen: