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Drittmittelprojekt

Titel:
Charakterisierung einer viralen SF1-Helikase

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Helikasen nutzen die aus der Hydrolyse von ATP gewonnene Energie zur Trennung doppelsträngiger RNA oder DNA. Sie sind an nahezu allen Prozessen des zellulären Nukeinsäurestoffwechsels beteiligt. Darüber hinaus kodieren die meisten positivsträngigen (+) RNA-Viren Helikasen, die an verschiedenen Prozessen im viralen Replikationprozess beteiligt sind, so zum Beispiel an der Genomreplikation, der subgenomischen mRNA-Transkription, der Ausbreitung von Zelle zu Zelle und der Virus-Morphogenese. Die meisten (+)RNA-Virus-Helikasen gehören zur Superfamilie (SF) 1, deren biochemische Eigenschaften jedoch bisher kaum untersucht wurden. Um erste Anhaltspunkte für die von diesen Enzymen katalysierten Reaktionen zu gewinnen, sollten rekombinante Coronavirus- und Arterivirus-Helikasen charakterisiert werden. Es konnte gezeigt werden, daß beide Enzyme sowohl nukleinsäurestimulierte NTPase-Aktivität als auch RNA- und DNA-Duplex-Entwindungsaktivität mit 5'-3'-Direktionalität besitzen. Die Ergebnisse der Studie beweisen damit erstmals die für zahlreiche homologe (+)RNA-Virusproteine vorhergesagte (jedoch experimentell nicht bestätigte) Helikaseaktivität. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, daß sich die untersuchten Nidovirus-SF1-Helikasen in verschiedener Hinsicht von den bereits früher charakterisierten SF2-Helikasen (z.B. Flavivirus-Helikasen) unterscheiden.

Schlagworte:
    Virus
    Helikase
    RNA
    Replikation

Laufzeit: von 05.1998 bis 04.2000

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 23.04.1998

Publikationen: