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Drittmittelprojekt

Titel:
Untersuchungen zur Diagnostik und Pathophysiologie von Pilzinfektionen am Beispiel der invasiven Aspergillose

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:

Opportunistische Pilzinfektionen, insbesondere verursacht durch Aspergillus fumigatus, gehören zu den bedrohlichsten infektiösen Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation (SZT). Die hohe Mortalität beruht zum einen auf einer oft erst späten Diagnose aufgrund der geringen Sensitivität der verfügbaren Nachweisverfahren sowie einem ungenügenden Verständnis der Pathophysiologie und der spezifischen Abwehrmechanismen gegen diese Infektion.


Daher sollen in dem beantragten Projekt von den Antragstellern neu etablierte Nachweisverfahren wie semi-quantitative Pilz-PCR, quantitative realtime-PCR auf LightCycler- und TaqMan-Basis (Kooperation mit University of Manchester), sowie der Nachweis von Aspergillus-RNA durch isothermale Amplifikation mit Hilfe der T7-RNA-Polymerase, prospektiv evaluiert  werden. Die Ergebnisse dieser Methoden werden mit dem Nachweis von Galactomannan und klinischen Parametern, insbesondere der hochauflösenden Computertomographie, verglichen. Anhand dieser prospektiven Untersuchungen sollen die verschiedenen Nachweisverfahren in Hinblick auf Sensitivität und Spezifität für das Auftreten einer invasiven Aspergillose evaluiert werden, insbesondere auch nach erfolgter hämatopoetischer Rekonstitution. Diese Methoden sollen auch für den Pilznachweis in anderen klinischen Materialien eingesetzt und der Stellenwert der Techniken für ein Therapiemonitoring überprüft werden. Ferner sollen molekularbiologische Nachweisverfahren für seltene Pilzspezies wie z.B. Zygomyzeten, die in den letzten Jahren eine zunehmende klinische Bedeutung erlangt haben, aufgebaut werden.


Im zweiten Teil des beantragten Projektes sollen immunologische Parameter evaluiert werden, die eine protektive Immunität vermitteln, respektive deren Rekonstitution für die Kontrolle der invasiven Aspergillose nach intensiver Chemotherapie und allogener Stammzelltransplantation erforderlich ist. Um die Bedeutung von Aspergillus-spezifischen T-Zellen in der Kontrolle der invasiven Aspergillose zu bestätigen, soll die Frequenz Aspergillus-reaktiver T-Zellen im Verlauf nach allogener Transplantation zu definierten Zeitpunkten gemessen und mit dem klinischen Verlauf korreliert werden. Begleitend erfolgen quantitative Analysen definierter Zytokine (ELISA), Untersuchungen zur Funktion Antigen-präsentierender Zellen (Zytokinsekretion nach spez. Stimulation) und der möglichen Bedeutung von Toll-like-Rezeptoren für die Induktion von unspezifischen Immuneffektorfunktionen bei der Kontrolle von Pilzinfektionen.


Die Korrelation dieser immunologischen Parameter nach allogener SZT mit der Klinik und den Ergebnissen der molekularbiologischen Diagnostik soll helfen, spezifische Risikoprofile für das Auftreten der invasiven Aspergillose nach allogener Stammzelltransplantation zu erarbeiten, die die Grundlage für die Entwicklung neuer Therapiestrategien gegen Pilzinfektionen bilden werden.

Laufzeit: von 04.2001 bis 06.2007

Förderinstitution:
Sonstige öffentliche Mittel ( Deutsche Krebshilfe ) ,Genehmigungsdatum: 01.04.2001

Publikationen: