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Drittmittelprojekt

Titel:
DEJAVU (Dermatological Education as a Joint Accomplishment of Virtual Universities)

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Das DEJAVU-Projekt integriert universitätsübergreifend (Univ.-Hautkliniken Jena, Berlin Charité und Würzburg, Lehrstuhl für Informatik II der Universität Würzburg, Institut für Medizinische Psychologie, Universität Jena) und netzgestützt die
? Aufbereitung multimedialer Vorlesungen für Dozent(inn)en der Dermatologie mit der
? Präsentation in Präsenz-Vorlesungen und Praktika bis hin zur
? Generierung interaktiver Repetitorien und Prüfungselemente aus den Lehrveranstaltungen inkl.
deren didaktischer Evaluierung.
Als Organisationsform wird ein Corporate Network verwendet, das auf die zentralen Elemente einer relationalen Datenbank und einem Web-Server der beteiligten Institutionen aufsetzt. Die Informations- und Programm-Module stehen mit gestuften Zugriffsberechtigungen den Dozent(inn)en und Studierenden der beteiligten Universitäten zur Verfügung.
Die Präsentationsschicht strukturiert die Informationsbausteine als Hypertexte, die mit üblichen HTML-Browsern angezeigt und bearbeitet werden können. Dabei werden zunächst die Dozent(inn)en bei der Selektion des für die Vorlesungen relevanten Lehrmaterials (klinische, auflichtmikroskopische und histologische Bilder, Powerpoint-Folien, Graphiken, Videoclips, Animationen, ...) aus den Klinik-Archiven unterstützt, ebenso beim Importieren und Überarbeiten neuer Inhalte z.B. aus eigenen Archiven. Danach folgt die rechnerbasierte multimediale Präsentation in den Vorlesungen, wobei über synchronisierte Nutzungsprotokolle und digitale Videosequenzen mit Audiospur die tatsächliche Präsentation festgehalten wird. Vorhandene Querbezüge im Vorlesungsstoff und Rückfragen der Studierenden werden so automatisch miterfasst. Die Aufzeichnung der multimedialen Präsentation erlaubt nun den Rückgriff auf die Originale des Bildarchivs mit der dazu synchronisierten Audio-Spur. Dies bringt eine enorme Reduktion des Datenvolumens - statt Videosequenzen nun vertonte ?Dia-Shows? - und den Zugriff zur besten Auflösungsqualität des Bildmaterials für die Nachbereitung des Vorlesungsstoffs als interaktive Skripten. Die am Ende der Verarbeitungskette generierten Lehreinheiten stehen vor allem für Studierende zur Prüfungsvorbereitung (2. Staatsexamen) als Selbstlernmodule zur Verfügung, ebenso können aber auch Dermatologen und Allgemeinmediziner in der beruflichen Praxis ihre Kenntnisse mit aktuellem Lehrmaterial auffrischen und erweitern. Weitere Möglichkeiten ergeben sich für das Fernstudium, zur Vorbereitung von Studenten des Erasmus-Programms und von Gastärzten aus dem internationalen Raum.
Über die Eigenschaft eines multimedialen Vorlesungsskripts hinaus enthält DEJAVU umfangreiche interaktive Elemente zur explorativen und nutzerbestimmten Einübung des Vorlesungsstoffs anhand weiterer für die Dermatosen charakteristischer Beispiele. Dazu werden zusätzlich verwandte Krankheitsbilder (Differentialdiagnosen) mit solchem Bildmaterial eingesetzt, das in den Vorlesungen aus Zeitgründen nicht präsentiert werden konnte. Ferner sind auf den aktuellen Kontext bezogene Kasuistiken, Quizelemente und simulierte Prüfungen integriert, in denen erarbeitetes Wissen sogleich überprüft werden kann.
Die Verflechtung mit der internationalen Forschung und der Zugriff auf die relevante aktuelle Literatur wird durch die Verknüpfung mit den Thesauri des ICD10, MeSH und des Unified Medical Language Systems (UMLS) realisiert. Bildorientierte Archive, Lehrinhalte und Repetitorien mit den hier beschriebenen Grundstrukturen sind weit verbreitet in medizinischen Fachgebieten (Pathologie, Röntgendiagnostik, Ophthalmologie, . . .), daher können die erarbeiteten Methoden und Werkzeuge auch in anderem medizinischen Kontext eingesetzt werden.

Schlagworte:
    digitales Bildarchiv
    interaktives Lehr- und Lernsystem
    multimediale Lehre
    Teledermatologie

Laufzeit: von 01.2001 bis 03.2003

Förderinstitution:
Bund ( BMBF ) ,Genehmigungsdatum: 24.01.2001

Vorläuferprojekt:
SENTIMED (Semantic Net Toolbox for Images in Medical Education), gefördert vom Freistaat Bayern

Publikationen:

Links:
www.projekt-dejavu.de