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Drittmittelprojekt

Titel:
Idiopathische fokale Hyperhidrose: Charakterisierung der Erkrankung, Beeinflussung der Lebensqualität und Therapie mit Botulinumtoxin

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Inhalt des Projekts:
Seit 1996 besteht eine intensive kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Universitäts-Hautklinik und Neurologischer Universitätsklinik auf dem Gebiet der fokalen Hyperhidrose. Die Ziele des gemeinsamen Projektes bestehen darin, die Erkrankung besser zu charakterisieren, ihre Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten zu untersuchen und die Behandlung zu optimieren. Eine besondere Rolle spielt hierbei die neuartige Behandlungsmöglichkeit mit intraläsionalen Injektionen von Botulinumtoxin, deren Wirksamkeit und Sicherheit in mehreren Studien geprüft wurde.
Ergebnisse:
Die idiopathische fokale Hyperhidrose manifestiert sich in unterschiedlichen Körperregionen mit hoher Schweißdrüsendichte, wobei der Befall der Axillen und Handinnenflächen am häufigsten bzw. für die Betroffenen am unangenehmsten ist. In einer von Würzburg aus geleiteten europäischen doppelblinden placebokontrollierten Studie an über 300 Patienten wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Botulinumtoxin Typ A (Botox®, Irvine, Ca, USA) bei idiopathischer axillärer Hyperhidrose eindrucksvoll belegt. In einer Folgestudie zeigte sich, dass die Wirkung der Behandlung bei individuell großen Unterschieden im Mittel 7 Monate anhält und auch bei Wiederholung gleich effektiv und sicher ist. Die vor Behandlung gemessene Lebensqualität der Patienten war deutlich eingeschränkt und normalisierte sich unter Therapie. Auf diese Studien gründet sich der Zulassungsantrag der Fima für diese Indikation. In mehreren Ländern (Großbritannien, Kanada, Neuseeland) ist Botulinumtoxin zur Therapie der axillären Hyperhidrose bereits zugelassen. Weitere in Würzburg durchgeführte und inzwischen publizierte Studien betreffen die Wirksamkeit von Botulinumtoxin Typ A bei frontaler Hyperhidrose und beim Ross-Syndrom. Zwei Untersuchungen beschäftigten sich mit der Optimierung der Applikation und der Wirksamkeit von Botulinumtoxin unter Leitungsanästhesie bei palmarer Hyperhidrose. Zur besseren Krankheitsdefinition wurden Patienten mit axillärer Hyperhidrose und gesunde Probanden mittels gravimetrischer Messung verglichen. Eine grundlegende Arbeit zu Krankheitscharakteristika und Einschränkung der Lebensqualität bei verschiedenen Formen der idiopathischen fokalen Hyperhidrose ist in Arbeit.

Schlagworte:
    Botulinumtoxin
    Idiopathische fokale Hyperhidrose
    Lebensqualität

Laufzeit: von 01.1997 bis 12.2002

Förderinstitution:
Wirtschaftsunternehmen ( Allergan Ltd., Großbritannien ) ,Genehmigungsdatum: 06.10.2000

Publikationen: