Titel:
Einfluß immunmodulatorischer Therapien auf die Verteilung von tumor-spezifischen, klonotypischen T-Zellen
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Kurzbeschreibung:
Die Rolle von T-Lymphozyten in der gegen das Melanom gerichteten Immunabwehr steht heute außer Frage. Neue Methoden zur Charakterisierung von T-Zellen in vivo bzw. in situ ermöglichen ein besseres Verständnis ihrer Funktion. Diese Methoden umfassen neben dem Einsatz von löslichen tetrameren MHC/Peptid-Komplexen, auch die Analyse des T-Zellrezeptorrepertoires. Letztere Methode demonstrierte die Komplexität und Heterogenität des in die Immunantwort gegen primäre Tumore bzw. metastatische Läsionen involvierten T-Zellrepertoires. Überraschend wurde gefunden, daß es nur selten möglich ist, identische T-Zellklonotypen in mehr als nur einer Metastase nachzuweisen, d.h. eine lokalisierte Expansion von T-Zellen scheint gegenüber einer systemischen zu überwiegen. Im beantragten Forschungsvorhaben soll überprüft werden ob immunmodulatorische Therapien diese Limitierung zu überkommen. Beobachtungen in murinen Tumormodellen weisen darauf hin, daß Interleukin-2 (IL-2) diesen Effekt haben könnte. Anhand eine RT-PCR/DGGE basierte Analyse des T-Zellrezeptorrepertoires multipler Metastasen, die von jeweils einzelnen Patienten unter immunmodulierender Therapie entnommen wurden, soll etabliert werde ob dies auch für den Menschen zutrifft. Entsprechendes Untersuchungsmaterial liegt z.T. bereits vor. Die gewonnenen Information hätten weitreichende Auswirkungen auf das Design von therapeutischen Vakzinierungsstrategien.
Schlagworte:
Melanom
T Zelle
Immunotherapie
Laufzeit: von 08.2000 bis 07.2002
Förderinstitution:
Sonstige Stiftung ,Genehmigungsdatum: 18.07.2000
Publikationen: