Forschungsschwerpunkt: |
Lehrstuhl für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Josef-Schneider-Str. 2, 97080Wuerzburg Mail: becker_jc@klinik.uni-wuerzburg.de Url: http://www.hautklinik.uni-wuerzburg.de |
Wissenschaftliche Mitglieder:
Privatdozenten:
Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Sonstige beteiligte Personen und Organisationen:
Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Charakterisierung und Modulierung der zellulären Immunantwort gegen das Melanoma
Ergebnisse:
Im angegeben Berichtszeitraum konnten wir im Rahmen eines unserer Projekte im Mausmodell eine therapeutische Wirkung eines Antikörper-Lymphotoxin-alpha Fusionsproteins auf Lungenmetastasen und subkutane Tumore zeigen. Dieser Effekt konnte in immundefizienten Mäusen nicht beobachtet werden, d.h. der antitumor Effekt des Antikörper-Lymphotoxin-alpha Fusionsproteins wird durch T Zellen vermittelt. Dies bestätigte sich auch in immunhistologischen Untersuchungen. Als wahrscheinlicher Wirkungsmechanismus wurde ein tertiäres lymphatisches Gewebe am Tumor identifiziert, welches durch die Behandlung mit Lymphotoxin-alpha Fusionsproteine induziert wird und somit ein Priming und/oder Expansion tumorspezifischer T Zellen direkt am Tumor ermöglicht.
Des weiterem konnten wir eine ähnlich lokale Expansion von tumor-antigen spezifischen T Zellen auch in den Vakzinierungsstellen von Melanom Patienten beobachten. Dabei zeigte sich, daß der große Anteil an Dendritischen Zellen, welche nach der Vakzinierung am Ort der Injektion zurückblieb, dennoch in der Lage ist eine Immunmodulation zu bewirken.
In einem anderen Projekt konnten wir mit einer RT-PCR/DGGE-basierten Analyse des TCR Repertoires von Tumor-infiltrierenden Lymphozyten (TIL) individueller Patienten zeigen, dass regelmäßig identische T-Zellklone in mehreren, in Bezug auf Ort und Zeitpunkt der Exzision verschiedenen Metastasen nachzuweisen waren. Einleitende Arbeiten von thor Straten et al. (1999) an multiplen metastatischen Tumoren von 2 unbehandelten Patienten konnten keine derart ubiquitäre Verteilung von T-Zellklonotypen aufzeigen. Überraschenderweise zeigte sich, daß keine Korrelation mit der Art der verabreichten Therapie bestand, d.h. zwischen immunmodulierender und zytostatischer Therapie. Folglich besitzen die zytostatischen Therapien den gleichen Effekt auf die Rezirkulation von tumor-spezifischen T Zellen wie immunomodulierende Ansätze.
Auszeichnungen und Preise:
1999 Posterpreis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie;
2000 Merit Award of the American Society of Clinical Oncology;
2001 Posterpreis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung;
2001 Deutscher Hautkrebspreis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Ausstattung:
DGGE setup für klonotypische Kartierung von T Zellen;
Zellkultur
Links:
Pubmed