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Forschungsschwerpunkt:  

Lehrstuhl für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Josef-Schneider-Str. 2, 97080
Mail: ankolb@biozentrum.uni-wuerzburg.de
Url: http://hautklinik.uni-wuerzburg.de

Wissenschaftliche Mitglieder:

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   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Infektionsimmunologie: Interaktion humaner dendritischer Zellen und Vorläuferzellen mit verschiedenen pathogenen Mikroorganismen

Ergebnisse:
Dendritische Zellen (DZ) aktivieren naive CD4+ und CD8+ T-Lymphozyten und spielen daher die entscheidende Rolle bei der Auslösung einer Immunantwort gegenüber pathogenen Mikroorganismen. Ein Aspekt unserer Arbeit ist die Untersuchung der Interaktion von DZ mit Bakterien, insbesondere Listeria monocytogenes. Wir konnten zeigen, dass L. monocytogenes effizient in unreife, humane DZ aufgenommen wird. Für den Aufnahmeprozess sind spezifische Immunglobuline gegen das Oberflächenprotein p60 von L. monocytogenes verantwortlich6. Nach Aufnahme der Listerien befand sich die Mehrheit (> 95 %) der DZ in Membran-umgrenzten Phagosomen und sehr selten frei im Zytosol. Die Mehrzahl der Listerien wurde im Phagosom der humanen DZ effizient lysiert. L. monocytogenes-infizierte DZ entwickelten sich phänotypisch zu reifen DZ. Obwohl bekannt ist, dass eine Listerieninfektion in anderen Zellkulturen Zelltod induziert, führte die Infektion humaner DZ lediglich in weniger als 20% der infizierten DZ zur Nekrose4.
Die Untersuchungsergebnisse ergeben entscheidende Erkenntnisse zur Pathogenese einer Listerieninfektion. Des weiteren dienen die Daten der Entwicklung neuer DNA-Vakzinierungsstrategien mit L. monocytogenes als DNA-Träger1-3. Insbesondere sind wir in Hinblick auf die Vakzinierung an immunstimulatorischen Effekten der DZ nach Infektion mit Bakterien interessiert. Wir konnten zeigen, dass L. monocytogenes-infizierte DZ Th1-Zytokine, Interleukin-12 und –18, produzieren5.
Zusätzlich untersuchen wir die Interaktion von Neisseria meningitidis mit humanen DZ. Bei der Infektion DZ mit N. meningitidis Serogruppe B Wildtyp und isogenen, unbekapselten Mutanten konnten wir zeigen, dass die Expression der Kapsel die Adhärenz von Meningokokken an DZ vermindert. Alle untersuchten Neisserienstämme führten zu einer starken Sekretion proinflammatorischer Zytokine TNF-, IL-6 und IL-8 der DZ7.

DZ entwickeln sich aus hämatopoetischen Vorläuferzellen. Aus diesem Grund untersuchen wir auch die Interaktion von Bakterien mit hämatopoetischen Stammzellen. Es zeigte sich, dass ruhende Stammzellen resistent gegenüber bakteriellen Infektionen wie L. monocytogenes, S. typhimurium und Y. enterocolitica. sind. Nach Differenzierung der Stammzellen in Richtung Monozyten können die Zellen diese Bakterien sowie unspezifische Latex-Kügelchen aufnehmen.

Auszeichnungen und Preise:
Bayerischer Habilitationsförderpreis 2001, Annette Kolb-Mäurer
Zonta Preis 2001, Annette Kolb-Mäurer

Ausstattung:
IZKF Projekt A24 Materialgeld 40.000 DM p.a.
1.0 BAT Vb, seit 1.5.2002

Links:
Biozentrum