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Drittmittelprojekt

Titel:
HES-kryokonservierte Erythrozyten-Konzentrate als Eigenblut mit unbegrenzter Haltbarkeitsdauer und die Qualität dieser nach mehrmaligen Unterbrechen der Kühlkette.

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die gebräuchlichen Erythrozyten-Konzentrate sind nur 35–50 Tage lang haltbar. Demgegenüber verheißt die Kryokonservierung unter Verwendung von Hydroxyethylstärke (HES) als Gefrierschutzadditiv eine unbegrenzte Haltbarkeit bei wirtschaftlicher Herstellungweise. Für chirurgische Fächer mit blutintensiven Eingriffen wären solche Eigenblutkonserven von unschätzbarem Wert: Es gäbe keine Versorgungsengpässe mehr, Infektionsrisiken könnten durch Quarantänelagerung minimiert werden und autologe Transfusionen wären praktisch in unbegrenztem Umfang möglich. In vitro und am Hund konnte die therapeutische Wertigkeit HES-kryokonservierter Erythrozyten zweifelsfrei demonstriert werden. Im folgenden interessierte die praktisch bedeutsame Frage nach der Qualität solcher Konserven bei mehrmaligem Einfrieren.
Aus dem Warmblut von 11 gesunden Spendern wurden jeweils die drei Kryokonserven A, B und C hergestellt (40 ml; Hkt 40%; 12% HES 200/0,5; NaCl 60 mM; Lagerung in LN2 bei –196° C). Die Konserven A wurden nach einmaligem Frier-/Tau-Zyklus untersucht, B nach zwei und C nach drei aufeinanderfolgenden Zyklen. Die Erythrozyten wurden morphologisch und biophysikalisch beurteilt. Dazu wurden osmotische Reihen angefertigt. Sie lieferten folgende Kennwerte: für die Überlebensrate die Salzstabilität (Sst.), für die mechanische Belastbarkeit den Salinitätswert bei 50%-Erythrozyten-Hämolyse (p50), und für die Homogenität der Erythrozytensuspension die Steigung des 50%-Hämolyse-Punktes (abs tan(p50)).
Die Ergebnisse zeigten, dass mehrmaliges Einfrieren zu wachsenden Verlusten an Menge und Qualität des Gefrierguts führt. Dabei wird nach Entfernung der Hämolyseprodukte die Transfusion von zweimal eingefrorenen Erythrozyten als unbedenklich angesehen. Dies stellt eine sinnvolle Methode zur Eigenblutkonservierung bei elektiven Eingriffen oder Anlage eines Eigenblutdepot bei Risikopatienten in der Herzchirurgie dar.

Schlagworte:
    Erythrozyten-Konzentrat
    HES-Kryokonservierung

Laufzeit: von 01.2001 bis 11.2001

Förderinstitution:
Wirtschaftsunternehmen ( Hiberna GbR ) ,Genehmigungsdatum: 14.09.2001