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Drittmittelprojekt

Titel:
Das Lymphknoten-Staging bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchial-Carcinom (NSCLC). Ist die Mediastinoskopie im Zeitalter des 18-FDG PET noch gerechtfertigt?

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
In Deutschland sterben jährlich über 45000 Patienten aufgrund eines Bronchial-Carcinoms. Man unterscheidet (histologisch) das nicht-kleinzellige (ca. 75-80%;NSCLC) von den klein-zelligen (ca. 20-25%) Bronchial-Carcinomen (SCLC). Die Prognose bei einem Bronchial-Carcinom korreliert nicht nur mit dem histopathologischen Typ, sondern insbesondere mit dem Tumorstadium. Die Stadieneinteilung erfolgt nach der TNM-Klassifikation.
Der mediastinale Lymphknotenbefall stellt in der Diagnostik des nicht-kleinzelligen Bronchial-Carcinoms (aufgrund des daraus abzuleitenden Tumorstadiums und der Therapieform) den wichtigsten Faktor dar. Darüber hinaus ist zur realistischen Einschätzung der individuellen Prognose und der Beurteilbarkeit von Studienergebnissen ein exaktes Tumorstadium von entscheidender Notwendigkeit.
Aufgrund der Tatsache, dass insbesondere das Stadium 3 inhomogen zusammengesetzt ist, bestehen heute multimonale Therapiestrategien, abhängig vom exakten Tumorstadium.
Leider bestehen immer noch Mängel in der präoperativen Diagnostik und Stadieneinteilung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein Lymphknotenbefall in der CT-Thoraxuntersuchung erst ab einer gewissen Größe zu erkennen ist (ca. 1cm). Selbst fraglich vergrößerte Lymphknoten sagen wenig über deren Dignität aus.
In der Mediastinoskopie können zum einen nicht alle Lymphknoten im Mediastinum erreicht werden und zum anderen besteht durchaus die Gefahr, dass nicht die befallenen Lymphknoten biopsiert werden bzw. die Biopsie aus dem Lymphknoten nicht aus dem malignen befallenen Anteil stammt.
Die Positronen-Emissions-Tomographie kann hierfür als entscheidende Hilfestellung dienen. Zum einen reichert sich der radioaktive Tracer in biologisch aktiven Lymphknotenstrukturen (unabhängig von deren Größe) an. Zum anderen kann hier durch dem Thorax-Chirurgen - falls nötig - eine topographische Hilfestellung zur Mediastinoskopie erbracht werden.
Ziel der Studie ist es nun, einerseits die Notwendigkeit der Positronen-Emissions-Tomographie in der Diagnostik des Bronchial-Carcinoms zu zeigen. Andererseits soll die Wertigkeit einer 18-FDG-PET-Untersuchung mit einer Mediastinoskopie verglichen werden. Zeigt sich dass die 18-FDG-PET-Untersuchung gleich gute Sensitivitäts- und Spezifitäts-Ergebnisse als die Mediastinoskopie erbringt, könnte in Zukunft Patienten mit histologisch nachgewiesenem NSCLC zur Abklärung Tumorstadium 3a oder 3b dieses Risiko-reichere und teurere Verfahren erspart bleiben.

Schlagworte:
    Lymphknoten-Staging
    NSCLC
    Mediastinoskopie
    18-FDG-PET

Laufzeit: seit 05.2000