Titel:
Untersuchung des spätneolithisch-kupferzeitlichen Siedlungshügels von Uivar, jud. Timis, Rumänien und seines naturräumlichen Umfelds
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des Projekts wird seit 1998 ein Siedlungshügel des 5. Jahrtausends im rumänischen Banat durch Prospektionen und Ausgrabungen sowie geowissenschaftliche Begleituntersuchungen erforscht. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, daß es sich um eine Zentralsiedlung von überörtlicher Bedeutung gehandelt haben muß, die durch ein komplexes System aus umlaufenden Gräben von bis zu 6m Breite und 4m Tiefe befestigt war.
Die Befestigungssysteme sowie zahlreiche abgebrannte Häuser konnten durch geomagnetische Prospektion nachgewiesen und inzwischen ausschnitthaft durch GRabungen untersucht werden.
Dabei konnten detaillierte Einblicke in die Hausarchitektur (Holz-Lehmbauweise) gewonnen werden.
Die Funde umfassen inzwischen mehrere Tonnen an Keramik der Vinca- und Tiszapolgár-Kultur sowie Tierknochen, dazu Steingeräte, Rotlehm mit konstruktiven Abdrücken sowie einige Beispiele figürlicher Ritualplastik.
Der bislang herausragendste Fund gelang im August 2001 mit dem Fragment einer menschlichen Gesichtsmaske aus schwach gebranntem Ton.
Begleitende archäobotanische und geowissenschaftliche Untersuchungen ergaben erste Einsichten in die Sedimentationsverhältnisse und Paläogeographie der Fundstellenumgebung.
Es gelang auch, siedlungsnah eine Pollensequenz zu gewinnen, die offenbar in das 5. Jahrtausend zu datieren ist.
Schlagworte:
Siedlungsarchäologie
Neolithikum
Kupferzeit
Rumänien
Laufzeit: von 07.1999 bis 12.2001
Förderinstitution:
DFG