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Drittmittelprojekt

Titel:
Mineralogische und chemische Zusammensetzung von Amphibolit-Steinäxten des frühen Neolithikums in Mitteleuropa

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Während des frühen Neolithikums (Bandkeramik, Rössen, ca, 4500 – 5500 Jahre v. Chr.) war Amphibolit einer der bevorzugten Materialien zur Herstellung von Steinäxten. Da Amphiboli-te sich bezüglich ihrer mineralogischen und chemischen Zusammensetzung z.T. erheblich voneinander unterscheiden können, lassen sich mit entsprechenden Untersuchungen folgende Fragen mehr oder weniger gut lösen: Wurden die Äxte aus einem einzelnen Fundkomplex einheitlich aus demselben Amphibolit hergestellt, oder wurden Amphibolite aus unterschied-lichen Vorkommen verarbeitet (?), gleichen sich sich die verwendeten Amphibolite aus ver-schiedenen Fundkomplexen, oder wurde überall anderer Amphibolit verwendet (?), wo kommt der verwendete Amphibolit her (?). Für eine möglichst zerstörungsarme Probenahme aus den z.T. sehr schönen Stücken wurde eine Methode zur Kernbohrung entwickelt. Die Bohrkerne werden zur Herstellung von Dünnschliffen verwendet, der Bohrkernrest und z.T. auch das sorgfältig gewonnene Filtrat der Bohrspülung werden für die chemische Analytik benutzt: Röntgenfluoreszenzanalytik, Laserablations-ICP-Massenspektrometrie, Isotopenana-lytik. Derzeit werden Proben von Ausgrabungen im Raum Stuttgart, der Wetterau, Aschaf-fenburg, Würzburg, Braunschweig und Bonn untersucht. Erste, z.T. nicht ganz unspektakuläre Ergebnisse werden demnächst publiziert.

Schlagworte:
    Frühneolithikum
    Steinäxte
    Amphibolit
    Mitteleuropa

Laufzeit: seit 01.2001