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Drittmittelprojekt

Titel:
DFG-Schwerpunktprogramm 1055 "Bildung, Transport und Differenzierung von Silikatschmelzen":
Projekt Bu 1426/1-1,2 "Elektrische Effekte bei Vulkaneruptionen: Labor- und Feldmessungen"

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Wegen der thermischen Eigenschaften von natürlichen Silikatschmelzen (Magma) wird die Heftigkeit von Vulkanausbrüchen, d.h. die abgegebene Energie pro Zeit, von der Größe bzw. von der Wachstumsrate der Kontaktfläche zur Umgebung (Fragmentationsrate) dominiert. Bei der Fragmentation und Expansion von magmatischen Schmelzen treten elektrische Effekte auf, mit deren Messung Aussagen über die Oberflächenneubildungsrate und somit über die Energiefreisetzung möglich sind. Die elektrischen Felder, die bei Vulkaneruptionen entstehen, können so stark werden, dass es häufig zu Blitzentladungen kommt. Erste Erfahrungen mit dem Betrieb von elektrischen Messsondenarrays im Labor und am aktiven Vulkan (Stromboli, Italien) haben die prinzipielle Eignung des Verfahrens gezeigt. Dieses neue Messverfahren, das mit Hilfe der elektrischen Effekte im Kurzzeitbereich direkt die Eruptionsprozesse quantitativ unterscheiden kann, soll im Rahmen dieses Projektes soweit entwickelt, optimiert und getestet werden, dass es als eine weitere Überwachungsmethode an aktiven Vulkanen eingesetzt werden kann.

Schlagworte:
    Vulkanüberwachung
    Ladungserzeugung durch Fragmentation
    Elektrische Kurzzeitphänomene

Laufzeit: von 01.1999 bis 12.2003

Förderinstitution:
DFG

Publikationen: