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Forschungsschwerpunkt:  

C 3-Professur für Psychologie
Marcusstr. 9-11, 97070
Mail: hewig@psychologie.uni-wuerzburg.de
Url: http://www.i1.psychologie.uni-wuerzburg.de/diff/home/

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Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Die Frage nach den Gründen für das Entscheidungsverhalten von Menschen ist eine der zentralen Fragen in der Psychologie und der Ökonomie. Ein wichtiger Ansatz aus der Psychologie ist die Lerntheorie, welche annimmt, dass Personen danach streben, positive Zustände zu erreichen und negative zu vermeiden und dass Personen aus ihren Erfahrungen mit der Umwelt lernen und diejenigen Verhaltensweisen vermehrt ausführen, die positive Zustände herbeiführen oder negative Zustände vermeiden. In Entscheidungssituationen werden dem Individuum die gelernten Assoziationen zwischen Verhaltensalternativen und deren Konsequenzen mittels Emotionen zu Bewusstsein gebracht, um das Entscheidungsverhalten auf positive Zielzustände hin auszurichten. Diese Position bildet die wesentliche theoretische Grundlage für die bisherigen neurowissenschaftlichen Studien zum Entscheidungsverhalten des An-tragsstellers. Die Weiterentwicklung dieser Arbeit im beantragten Vorhaben soll sich dabei außer auf Forschungen in der Psychologie und Ökonomie auch auf Modellierungsansätze aus der Mathematik und Physik stützen.
Im Rahmen dieser Thematik werden in Kooperationsprojekten drei empirische For-schungsstränge verfolgt. Im ersten Bereich steht ein klassisches Paradigma zum Entscheidungsverhalten aus der Ökonomie im Vordergrund ? das Ultimatum-Spiel. Ziel ist es dabei, die Entscheidung, ob ein Geldempfänger faire und unfaire Geldan-gebote in diesem Spiel annimmt oder ablehnt, mit der Induktion emotionaler Zustände zu beeinflussen und die neurobiologischen Korrelate dieser Beeinflussung aufzuzeigen. Im zweiten Gebiet sollen jugendliche Probanden untersucht werden, die aufgrund ihres pubertären Entwicklungsstatus noch über keine voll entwickelte Emotionskontrolle verfügen. Die Interaktion von Emotionen und Risikoverhalten dieser Personengruppe in individuellen und gruppenbezogenen Entscheidungssituationen und deren neurowissenschaftliche Grundlage ist das angestrebte Forschungsziel. Im dritten empirischen Ansatz werden Unternehmer als reale Entscheider in ökonomischen Kontexten und deren Beeinflussbarkeit durch Emotionen und Risikowahrnehmung beforscht.

Gefördert durch die VolkswagenStiftung