Titel:
Ökophysiologie des Wasserhaushalts
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Kurzbeschreibung:
Untersuchung der ökophysiologischen Anpassungen des Wasserhaushalts von Pflanzen an unterschiedliche Standorte und Lebensformen auf der Ebene des Wasserpotentials und der Transpiration.
Um die Mechanismen der Trockenresistenz von drei sommergrünen Arten (Acer campestre, Fagus sylvatica, Quercus petraea) und zwei immergrünen Arten (Hedera helix, Ilex aquifolium) zu vergleichen wurde die Wasserpermeabilität der Blätter analysiert. Kutikuläre Leitwerte wurden anhand der Messung des Wasserverlustes durch die obere, astomatäre Blattoberfläche bestimmt. Minimale Leitwerte nach vollständigem Schließen der Spaltöffnungen wurden anhand von Austrocknungskurven der Blätter gemessen. Der Vergleich der beiden Wassserpermeabilitäten ergab im Fall von Acer, Fagus, Quercus und Ilex eine gute Übereinstimmung. Im Fall von Hedera war der minimale Leitwert 3mal höher als der kutikuläre Leitwert. Dies zeigt einen signifikanten Beitrag der stomatären Resttranspiration an.
Das Blattwasserpotential wurde in Abhängigkeit vom Wasssergehalt gemessen und mit Hilfe von Druck-Volumen-Kurven analysiert. Der Einfluss des Wasserpotentials als Komponente der treibenden Kraft der Transpiration wurde abgeschätzt, um Modifikationen der kutikulären Barriere durch den Wasssergehalt abzuschätzen.
Die Transpirationsparameter unter Trockenheitsbedingungen (kutikuläre Transpiration, minimale Transpiration, stomatäre Resttranspiration, Effekt des Wassergehalts auf die Transpiration) und die Wasserzustandsparameter, die von Druck-Volumen-Kurven abgeleitet werden können (osmotisches Potential bei Vollsättigung, Turgornullpunkt, Elastizitätsmodul), sind die entscheidenden ökophysiologische Parameter, die bei Anpassungen an Trockenheitsbedingungen von Bedeutung sind.
Laufzeit: von 01.1999 bis 12.2001
Publikationen: