Startseite: Forschungsbericht      Personenindex      Schlagwortindex      zugeh.Orgeinheit            Page in english      Impressum+Datenschutz   


Forschungsschwerpunkt:  

Lehrstuhl f. Zoologie I (Zell- und Entwicklungsbiologie)
Am Hubland, 97074 Würzburg
Mail: rudd@biozentrum.uni-wuerzburg.de
Url: http://www.zeb.biozentrum.uni-wuerzburg.de

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Privatdozenten:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Die Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl für Zell- und Entwicklungsbiologie sowie der zentralen Abteilung für Elektronenmikroskopie konzentrieren sich auf zellbiologische Aspekte der Genexpression. Die Untersuchungen haben zum Ziel, die der räumlichen Organisation des Genoms zugrundeliegenden Strukturprinzipien zu verstehen und Einblicke in die funktionalen Zusammenhänge zu erhalten, die zwischen der dynamischen Kernorganisation von Vertebratenzellen und der Expression von Genen bestehen. Genexpression ist ein vielstufiger Prozess, der nicht nur die Organisation und Anordung des Chromatins beinhaltet, sondern auch Transkription, Prozessierung der RNA-Transkripte, Verpackung mit spezifischen Proteinen und Export der resultierenden RNA-Proteinkomplexe durch die Kernporenkomplexe in das Cytoplasm. Viele dieser unterschiedlichen Aspekte der Genexpression- von der Verpackung des Genoms bis zu Kernexportvorgängen- werden von den verschiedenen Arbeitsgruppen untersucht und mit der strukturellen Organisation des Zellkerns korreliert. Dabei werden molekularbiologische und proteinbiochemische Ansätze mit zellbiologischen Techniken kombiniert (z.B. Expression und Analyse von GFP-Fusionsproteinen in lebenden Zellen mit Hilfe der konfokalen Laserscanning-Mikroskopie; Immuncytochemie auf licht- und elektronenmikroskopischer Ebene; Hemmung der Genexpression durch RNA-Interferenz). Nachdem sich vor kurzem herausgestellt hat, daß erblich bedingte Veränderungen von Proteinen der Kernhülle (Lamine, Emerin) zu krankhaften Veränderungen der Skelett- und Herzmuskulatur führen, kooperieren wir mit dem Institut für Humangenetik bei der Aufklärung der zellbiologischen Konsequenzen dieser Form von Muskeldystrophie.

Krankhafte Veränderungen von Muskel- und Nervenzellen können aber auch durch Defekte der Mitochondrien hervorgerufen werden. Diese aufzuklären und die molekular-zellbiologischen Zusammenhänge zu verstehen, ist ein weiterer Forschungsschwerpunkt, der in Abstimmung mit dem Institut für Humangenetik durchgeführt wird. Am Lehrstuhl werden im Rahmen dieses Projektes genetische Untersuchungen des mitochondrialen Genoms des Menschen durchgeführt und Verfahren entwickelt, welche die Korrektur genetischer Defekte zum Ziel haben.

Im Bereich der Entwicklungsbiologie werden molekulare und zellbiologische Mechanismen der zygotischen Genaktivierung während der frühen Embryogenese des südafrikanischen Krallenfroschs Xenopus laevis untersucht. Am Modellorganismus Maus werden die molekularen Mechanismen der Spermatogenese studiert. Andere Projekte wiederum analysieren die Steuerung von Entwicklungsprozessen durch Steroidhormone und den Transport von Makromolekülen durch Zellmembranen am Beispiel der rezeptorvermittelten Endocytose bestimmter Proteine (Hexamerine) während der Postembryonalentwicklung von Insekten. Diese Untersuchungen haben Wege aufgezeigt, eine neue Generation von umweltverträglichen Insektiziden zu entwickeln.

Ergebnisse:
Siehe Einzelprojekte