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Drittmittelprojekt

Titel:
Anwendung von [n]Bormetallocenophanen in der Olefinpolymerisation und zur Erzeugung metallorganischer Polymere

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Kurzbeschreibung:
Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit der Chemie sowohl gespannter, als auch ungespannter metallorganischer ansa-Komplexe. Die ungespannten [n]Metallocenophane, insbesondere der Gruppe IV Übergangsmetalle, finden breite industrielle Anwendung als hochwirksame Katalysatoren für die Ziegler-Natta-Polymerisation von Ethen. In diesem Zusammenhang berichteten wir bereits 1999 über die Synthese der basenfreien [1]Borametallocenophane von Ti, Zr und Hf sowie wenig später über die Darstellung der entsprechenden [2[Borametallocenophane. Bisherige Untersuchungen zur Ethen-Polymerisation zeigen eine stark erhöhte katalytische Aktivität der [1]- bzw. [2]Borametallocenophane im Vergleich zu den entsprechenden unverbrückten Sandwich-Komplexen und sind vergleichbar mit den industriell verwendeten Systemen. Ziel zukünftiger Arbeiten ist die Optimierung der Polymerisationsparameter (Lösemittel, Druck, Temperatur, Cokatalysator, usw.) sowie die Untersuchung des elektronischen Einflusses einer ein- bzw. zweiatomigen Borbrücke auf die Polymerisationsaktivität und die Eigenschaften der gebildeten Polymere. Die gespannten [n]Metallocenophane bzw. [n]Metalloarenophane rückten unlängst als potentielle Monomere zur Darstellung Übergangsmetall-haltiger Polymere durch Ring-Öffnungs-Polymerisation (ROP) in den Mittelpunkt des Interesses. Die so erhaltenen Polymere werden als neuartige Materialien mit besonderen magnetischen bzw. elektronischen Eigenschaften gehandelt und finden u.a. als Vorstufen für Keramiken Anwendung. Vor einiger Zeit gelang uns die Darstellung des ersten [1]Boraferrocenophans, welches aufgrund des kleinen Kovalenzradius des Brückenatoms eine besonders hohe Molekülspannung aufweist und unter den Bedingungen der thermisch induzierten ROP zu den ersten Polyferrocenylboranen umgesetzt werden konnte. Vor kurzem konnten auch analoge, stark gespannte ansa-Verbindungen anderer Sandwich-Systeme dargestellt und charakterisiert werden. Das vorliegende Forschungsprojekt hat zum Ziel, die im Rahmen der [n]Ferrocenophane bereits etablierte Darstellungsmethode für metallorganische Polymere auf Sandwich-Systeme mit anderen Zentralmetallen, wie beispielsweise Chrom, Vanadium, Mangan oder Molybdän zu übertragen und deren Reaktivität sowie deren Polymerisationsverhalten genau zu untersuchen.

Schlagworte:
    Metalloarenophane
    ansa-Metallocene

Laufzeit: von 01.2005 bis 01.2008

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 21.01.2005

Publikationen: