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Drittmittelprojekt

Titel:
Elektronendichteverteilung in Borylenkomplexen

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Kurzbeschreibung:
Das Hauptziel des Vorhabens ist die genaue Erforschung der Natur der Metall-Bor-Bindung mit Hilfe experimenteller Methoden. Zahlreiche theoretische Studien haben bisher hauptsächlich zu zwei Schlussfolgerungen geführt: i) die thermodynamische Stabilität der M-B-Bindung in Borylenkomplexen, die höher ist als die der M-C-Bindung in vergleichbaren Carbonylkomplexen, ist auf starke σ-Donor- und π-Akzeptor-Wechselwirkungen zurückzuführen, ii) die starke M-B-Bindung in Borylenkomplexen ist hauptsächlich durch ionische
Wechselwirkungen und nur zu einem geringen Teil durch kovalente Bindungsanteile bedingt. Experimentelle Belege für diese Vorhersagen sollen durch hochauflösende Röntgenexperimente erbracht werden. Genaue Erkenntnisse über die Natur der M-B-Bindung in der neuartigen Verbindungsklasse der Borylenkomplexe gehen über das allgemeine, grundlagenorientierte Interesse hinaus, da nur sie Vorhersagen über die bisher nicht verstandene Reaktivität gestatten und damit mögliche Anwendungsgebiete dieser Verbindungen aufzeigen. Die Verwandtschaft zu isoelektronischen Organometallverbindungen wie Carbonyl-, Carben- und Vinylidenkomplexe lässt ein hohes Potential für Anwendungen, wie Katalyse oder Funktionalisierung von organischen Verbindungen, erwarten.

Schlagworte:
    Borylenkomplexe
    Elektronendichteverteilung

Laufzeit: von 02.2005 bis 02.2007

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 04.04.2005

Publikationen: