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Drittmittelprojekt

Titel:
Analytik von Benzodiazepinen und Liganden des Benzodiazepin-Rezeptors in natürlichen Matrices

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Im Teil A des Projekts gelang mit der Kombination aus Radiorezeptorassay und chromatographischen und spektroskopischen Methoden (HPLC-MS/MS; SRM) der Nachweis von Benzodiazepinen (BZD) in Sterilkulturen von Estragon (Artemisia dracunculus) und Kartoffelkraut (Solanum tuberosum).
Mit der Zielsetzung, anxiolytisch wirksame Pflanzen auf das Vorkommen BZD-Rezeptor (BZD-R) aktiver Liganden zu untersuchen, erfolgte im Teil B nach umfangreichem Screening verschiedener pflanzlicher Gewebe eine Fokussierung der Studien auf Salbei (Salvia officinalis). Mit den Flavonen Apigenin, Hispidulin, Cirsimaritin sowie den Diterpenen 7-Methoxyrosmanol und Galdosol sind fünf BZD-R-aktive Komponenten aus Salbei isoliert und charakterisiert worden. Von diesen erwiesen sich Hispidulin und Galdosol mit IC50-Werten um 1 Mikromol als sehr wirksame BZD-R-aktive Inhaltsstoffe.
Mit der Synthese von Hispidulin stand dieses Flavon für weitere Aktvitätsstudien in ausreichender Menge zur Verfügung. Es zeigte im Xenopus Oocyte-Modell agonistische, aufgrund der Bindung an den alpha6beta2gamma2-Rezeptor-Subtyp aber ein gegenüber dem BZD Diazepam unterschiedliches Verhalten. In mit der mongolischen Wüstenrennmaus (Mongolian Gerbil) durchgeführten Experimenten erwies sich Hispidulin als antikonvulsiv wirksam. Aufgrund dieser Ergebnisse sind weiterführende Studien bezüglich Bioverfügbarkeit und Metabolismus von Hispidulin initiiert worden.

Schlagworte:
    Benzodiazepin-Rezeptor-Liganden
    Artemisia dracunculus
    Solanum tuberosum
    Hispidulin
    Flavone
    Xenopus Oocyte-Modell
    HPLC-MS/MS

Laufzeit: von 01.1999 bis 12.2001

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 01.09.1998

Publikationen:

Links:
Forschungsschwerpunkt