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Drittmittelprojekt

Titel:
Bestimmung der myokardialen Mikrozirkulation am chronisch infarzierten und ischämischen Rattenherzen mittels NMR-Bildgebung

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die Bedeutung, welche die myokardiale Mikrozirkulation für die Entwicklung der Herzinsuffizienz hat, ist noch nicht verstanden. Dies liegt daran, daß es bisher kaum Untersuchungsmethoden gibt, die quantitativ, nicht-invasiv und an einem Untersuchungsobjekt wiederholt durchführbar sind. In den vergangenen Förderperioden konnten wir NMR-Techniken entwickeln, mit denen Parameter der Mikrozirkulation wie z.B. die Perfusion (ohne Kontrastmittel) und das relative Intrakapillarvolumen nichtinvasiv seriell erfaßt werden können. Angewendet wurden die Verfahren auf das Remodeling der Mikrozirkulation im Restmyokard nach Herzinfarkt. Nach einer kompensatorischen Phase zeigte sich eine progrediente Verschlechterung der mikrozirkulären Versorgungslage insbesondere der Perfusion. In der neuen Förderperiode soll einerseits über T2*/T2 Messungen am Ganztier das Meßrepertoire an Mikrozirkulationsparametern (Kapillardichten-/ -volumenmessung über Korrelationszeitanalyse) erweitert werden. Da der BOLD Anteil von T2 von der Echozeit abhängt, bzw. verschwindet, wenn diese deutlich kleiner als die Korrelationszeit im perikapillären Feld ist, sollte sich auch ohne Kontrastmittel das regionale Blutvolumen bestimmen lassen. Auf der Anwendungsseite soll durch aktive Beeinflussung der Mikrozirkulation (Wachstumsfaktoren (VEGF, FGF), transmyokardiale Laserapplikation) der Umbauprozeß nach Myokardinfarkt bzw. die Funktionseinschränkung bei chronischer Ischämie verändert werden, wobei mit dem etablierten Methodenrepertoire seriell die Mikrozirkulation, Morphologie und Funktion beobachtet werden kann. Insbesondere sollen die funktionellen Parameter mit histologisch morphologischen Größen (Kapillardichte, Verhältnis Myozyt/Kapillare) verglichen werden.
Die von uns entwickelte hochaufgelöste Perfusionsmessung erlaubt die Anwendung komplexer systemtheoretischer Techniken wie der Multifraktalanalyse. Diese sollen in der neuen Förderperiode entwickelt werden. Die Heterogenität der Perfusion soll dann mit der des relativen Intrakapillarvolumens und mit der Verteilung der energiereichen Phosphate (31P-spektroskopische Bildgebung) korreliert werden. Dies soll zunächst am gesunden, später am hypertrophierten Restmyokard nach Infarkt geschehen.

Schlagworte:
    Myocardiale Mikrozirkulation
    MR-Bildgebung
    Oxygenierung
    Perfusion
    Herzinsuffizienz
    Infarkt

Laufzeit: von 01.1999 bis 12.2001

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 22.02.1999

Publikationen:

Links:
Medizinische Universitätsklinik Würzburg
Physikalisches Institut, Experimentelle Physik 5, Universität Würzburg