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Forschungsschwerpunkt:  

Graduiertenkolleg Grundlagen des Arthropodenverhaltens: Genetik, Neurob.
Am Hubland Biozentrum, D-97074 Würzburg
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Wissenschaftliche Mitglieder:

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Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Im Graduiertenkolleg Arthropodenverhalten werden von den Doktoranden Forschungsprojekte bearbeitet, die die beiden Blickrichtungen der organismischen Biologie repräsentieren:
Tiere sind vor allem durch ihr Verhalten charakterisiert. Das Verhalten ist der umfassendste Ausdruck ihrer physiologischen Eigenschaften, und durch ihr Verhalten nehmen sie an größeren Artengemeinschaften teil. Wie alle Gegenstände der Biologie, die in der Evolution entstanden sind, verlangt Verhalten nach zwei Arten von Erklärungen, ultimaten und proximaten. Die Ameise fängt die Colembole, um den Ameisenstaat mit Nahrung zu versorgen und so den Reproduktionserfolg der Kolonie zu gewährleisten. Warum finden wir etwas vor? Warum hat sich dieses Verhalten in der Evolution gebildet, durchgesetzt, erhalten? Wie trägt es zur Fitness des Organismus bei? Verhalten hat also eine Funktion im Rahmen der Evolution. Es hat einen Sinn als Reproduktions-sichernde Leistung. Deswegen: Verhaltensökologie definiert Verhaltensleistungen in einem größeren Zusammenhang. Gleichzeitig läßt sich das Verhalten als physiologische Eigenschaft eines Organismus verstehen. Die Ameise fängt die Colembole, weil der Fangschlag der Mandibeln ultraschnell ist. "Wie funktionert dieser Mechanismus?" lautet hier also die Fragestellung. Neuroethologie befaßt sich vorrangig mit solchen proximaten Erklärungen. Sie versucht Verhaltensleistungen und die ihnen zugrundeliegenden Substrate aufeinander abzubilden. Alles, was Tiere tun oder lassen, zählt zu ihren Eigenschaften: Sinnesorgane, Muskeln, Drüsen, Nervensystem, Gehirn liegen dem Verhalten zugrunde. Verhaltensphysiologie beschreibt, wie die "Maschine funtioniert."
Das Ausbildungsprogramm, für das die drei am GK beteiligten Lehrstühle verantwortlich sind, umfasst seit der Zeit der GK-Gründung im Jahre 1995 Veranstaltungen, die dazu dienen, fortgeschrittene Studenten vertieft in die Verhaltensforschung mit Schwerpunkt Arthropoden einzuführen. Dabei verfolgt das GK in seinem Ausbildungs- und damit auch Forschungsprogramm den "organismischen" Ansatz, der einzig die Chance hat, die Phänome des Lebens umfassend zu durchdringen und der allein den Kern einer Biologie als eigenständige Wissenschaft ausmacht. Damit erhält das GK im Rahmen des gesamtdeutschen GK-Programms eine Sonderstellung. Dies wird in der nach wie vor enormen Nachfrage nach Doktorandenstellen deutlich.
Neben den für die Ausbildung der Doktoranden verantwortlichen GK-Dozenten verhilft auch die massive Nutzung der Möglichkeit, Forschungsgäste und Gastredner im Rahmen des GK einzuladen zu einem breiten und stets wechselnden Lehrangebot. Das angebotene Spektrum umfasst Seminare, Kolloquien und Spezialpraktika. Dieses Angebot wurde von den Kollegiaten und Stipendiaten eifrig genutzt.
Die wissenschaftliche Bilanz, die die Doktoranden vorlegen können, ist eindrucksvoll: Im fraglichen Zeitraum sind von allen Stipendiaten insgesamt 30 Publikationen entstanden, und es fanden 21 Kongressbesuche statt. In Eigenregie veranstalteten die Würzburger Doktoranden eine Reihe von Workshops, zu denen weitere Doktoranden aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen wurden.

Ergebnisse:
keine Angaben

Auszeichnungen und Preise:
keine Angaben

Ausstattung:
keine Angaben

Links: