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Drittmittelprojekt

Titel:
Zelluläre Lokalisierung, diferentielle Regulation und Funktion von Selenoproteinen in der menschlichen Schilddrüse

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die Schilddrüse gehört neben dem Zentralnervensystem zu den Organen im menschlichen Organismus, die den höchsten Selengehalt aufweisen. Bei Selenmangel wird das Spurenelement selektiv von der Schilddrüse zurückgehalten bzw. sogar akkumuliert. Also scheint eine adäquate Selenversorgung entscheidend für die Funktion der Schilddrüse zu sein. Diese Annahme wird gestützt durch den Befund, dass bestimmte Selenmangel-Erkrankungen, wie die Kashin-Beck-Krankheit auch die Schilddrüse betreffen. Zudem besteht eine Assoziation zwischen niedrigen Plasma-Selenkonzentrationen und dem Risiko, an Krebs u. a. der Schilddrüse zu erkranken. Schließlich wurde bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse eine Senkung der Antikörpertiter nach Selensupplementation über drei Monate beobachtet.
In der Schilddrüse wird eine Reihe von Selenoproteinen exprimiert, darunter
die 5´-Deiodasen Typ I und Typ II (5´DI und 5´DII), die am Metabolismus der Schilddrüsenhormone beteiligt sind,
die Glutathionperoxidasen GPx-1 (cytoplsmatische oder cGPx), GPx-3 (Plasma- oder pGPx) und GPx-4
(Phosphlipid-Hydroperxid- oder PH-GPx),
Selenoprotein P (SeP), das bis zu 10 Selenocystein-Reste enthält und dessen Funktion bisher noch unklar ist,
Thioredoxin-Reduktasen (TRxR), die verschiedenste Aufgaben im Zusammenhang mit intrazellulären Redox-Prozessen haben,
Selenoprotein 15, für das eine Rolle als ?Chaperone-Protein? diskutiert wird.

Das Projekt befasst sich mit der Bedeutung von Selen für verschiedene Aspekte der Schilddrüsenfunktion. U. a. werden diese Themen bearbeitet:
Expression, Regulation und Lokalisation von Selenoenzymen in der Schilddrüse, darunter besonders die Frage nach einer möglichen Sekretion der Proteine ins Lumen der Schilddrüsenfollikel
Beteiligung von Selenoenzymen an der Synthese der Schilddrüsenhormone,
bei der Freisetzung von Schilddrüsenhormonen
protektive Funktion von Selenoproteinen, insbesondere Glutathionperoxidasen, vor möglichen toxischen Effekten von H2O2, das bei der Schilddrüsenhormon-Biosynthese in hohen Konzentrationen anfällt
regulatorische Effekte von SeP15 bei der Expression anderer Selenoproteine

Schlagworte:
    selen
    Selenoprotein
    Schilddrüse
    Schilddrüsenhormon

Laufzeit: von 04.2000 bis 03.2002

Förderinstitution:
DFG ( Schwerpunktprogramm 1087 Selenoproteine ) ,Genehmigungsdatum: 12.12.1999

Publikationen:

Links:
website Selenoprotein Schwerpunktprogramm 1087
website Klinische Forschergruppe
website Inst. Exp. Endokrinologie Charité