Titel:
Untersuchungen zum programmierten Zelltod (Apoptose) im System der Dendritischen Zellen
Projektleitung an der Universität Würzburg:
Kurzbeschreibung:
Das System der Dendritischen Zellen (DZ) ist dynamisch. Ständig entwickeln sich aus verschiedenen Vorläuferzellen myeloiden und lymphoiden Ursprungs neue DZ, die sich zunächst als unreife Wächterzellen in peripheren Geweben ansiedeln. Aktivierung der peripheren DZ durch Gefahrensignale (z. B. Zytokine, Endotoxine, bakterielle DNA) resultiert in einer kaskadenartigen Zellaktivität (Antigenaufnahme, Migration in regionäres lymphatisches Gewebe, Aufregulation von kostimulatorischen Signalen), welche die Induktion primärer Immunantworten durch Stimulation naiver T-Zellen zum Ziel hat. Wir haben uns mit Aspekten des apoptotischen Zelltodes als regulatorisches Element im DZ-System der Maus beschäftigt und zwei divergente Prinzipien gefunden: einen klassischen durch Todesrezeptoren wie FAS oder TRAIL-R mediierten Caspasen-abhängigen Zelltod in unreifen DZ und deren Vorläuferzellen, sowie einen neuen durch MHC-Klasse II Signale vermittelten Caspasen-unabhängigen und sehr rapiden Zelltod in reifen DZ. Untersuchungen an humanen DZ bestätigten die generelle Gültigkeit dieser Befunde für das System der DZ. Ein durch aktivierte T-Zellen über MHC Klasse II vermittelter apoptotischer Zelltod reifer DZ könnte nicht nur prinzipiell bei der Beendigung von Immunantworten eine wichtige Rolle spielen, sondern auch ein limitierender Faktor sein im Rahmen von DZ basierten antigenspezifischen Vakzinierungen bei z. B. Tumorpatienten.
Laufzeit: von 05.1999 bis 04.2002
Förderinstitution:
Landeshaushalt Wissenschaftsministerium
Bund
Publikationen: