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Drittmittelprojekt

Titel:
Affektive Erkrankungen und immunneuronale Plastizität: Untersuchungen zur Funktion von WKL 1, einem neuen Kandidatengen für bipolar-affektive und katatone Psychosen

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Die Entdeckung des WKL1-Gens resultierte aus der Suche nach neuen Kandidatengenen für bipolar affektive und katatone Erkrankungen im Rahmen des laufenden Projektes. Das primäre Ziel des Fortsetzungsprojekts ist einerseits, Erkenntnisse über die Rolle von WKL1 in der Feinabstimmung neuronaler Funktionen zu gewinnen und andererseits die Prinzipien, die die funktionale Expression des WKL1-Gens kontrollieren. Bei den Untersuchungen sollen insbesondere die Auswirkungen einer veränderten Struktur des WKL1-Proteins auf die synaptische Plastizität des Gehirns während der Entwicklung und im Erwachsenenalter im Vordergrund stehen. Um eine Untersuchung von neuroprogressiven und neurodegenerativen Störungen, die durch die genetisch veränderte Funktion des WKL1 bedingt sind, im Mausmodell zu ermöglichen, sollen Knockout-Strategien eingesetzt werden. Eine integrierte Serie von Experimenten sollen mit WKL1-defizienten Mäusen in vivo und mit primären neuronalen und Neuron-Glia-Kulturen durchgeführt werden, um die Entwicklung und Funktionalität wie auch die Neurodegeneration und Regeneration von WKL1-exprimierenden Zellen zu erfassen. In diesem Zusammenhang sollen regulatorische Wechselwirkungen verschiedener für die Pathogenese und Pathophysiologie schwerer affektiver und motorischer Störungen wesentliche neuronale Systeme analysiert werden. Da die periphere Expression von WKL1 auf Immunzellen beschränkt ist, soll die Rolle des WKL1 auch im Immunsystem analysiert werden. Die neuen Erkenntnisse können unter Anwendung des Maus-Modells für molekulare Mechanismen von affektiven und neuroprogressiven/dege-nerativen Erkrankungen direkt in die präklinische Therapieforschung übernommen und damit ein wichtiger Schritt in Richtung einer wirksameren Behandlung von bipolar-affektiven und schizoaffektiven Erkrankungen erzielt werden.

Laufzeit: von 05.1999 bis 04.2004

Förderinstitution:
Landeshaushalt Wissenschaftsministerium
Bund