Startseite: Forschungsbericht      Personenindex      Schlagwortindex      zugeh.Orgeinheit            Page in english      Impressum+Datenschutz   


Forschungsschwerpunkt:  

Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung
Josef-Schneider-Str. 2, 97080 Würzburg
Mail: izkf@mail.uni-wuerzburg.de
Url: http://www.uni-wuerzburg.de/izkf

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung wurde als "Zentrum zur Erforschung der Pathogenese von Gefäßerkrankungen und fehlgesteuerten Immunreaktionen" ins Leben 1996 gerufen. Es fasst die an der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg und in den Nachbardisziplinen der Fakultäten für Biologie und Physik vorhandenen Forschungsaktivitäten unter dieser inhaltlich und methodisch verzahnten Thematik zusammen. Jedes Projekt stellt eine Kooperation zwischen einer klinischen Einrichtung und Forschungsaktivitäten der Grundlagenforschung in theoretischen oder klinisch-theoretischen Instituten dar. Das Forschungsprogramm gliedert sich in zwei Schwerpunkte. Der Schwerpunkt I "Fehlgesteuerte Immunreaktionen" umfasst vier Projektbereiche: Projektbereich A "Pathophysiologie pathologischer Entzündungsreaktionen", Projektbereich B "Maligne Transformation und Tumor/Wirt-Interaktion und ihre Beeinflussung", Projektbereich C "Autoimmunität" und Projektbereich D "Transplantation". In diesem Themenbereich werden neue Ansätze und Wege erarbeitet, die bei Autoimmunerkrankungen, Allergien, verschiedenen Störungen der Infektionsabwehr und bei der immunologischen Kontrolle und Behandlung von Krebserkrankungen bedeutsam werden. Der Projektbereich "Transplantation" beschäftigt sich insbesondere mit den Transplantatabstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen von Leber, Dünndarm und Pankreas. Im Schwerpunkt II "Vaskulopathien" sind zwei Projektbereiche integriert: Projektbereich E "Pathogenese von Vaskulopathien" und Projektbereich F "Neue diagnostische und therapeutische Ansätze von Vaskulopathien". Als wesentliches Transport- und Verkehrssystem des menschlichen Körpers nehmen die Blutgefäße aktiv an der entzündlichen Abwehrreaktion teil. Die Endothelzellen ist Zielstruktur und Schaltstelle des entzündlichen Abwehrprozesses. Sie können aber auch selbst durch Schädigungen alteriert im Zentrum der häufigsten Krankheitsformen unserer Gesellschaft stehen. Vaskulopathien, Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen stellen nach wie vor die häufigste Todesursache in industrialisierten Ländern dar. Insgesamt werden zur Zeit 35 Projekte im Zentrum gefördert. (Vgl. im einzelnen: Beschreibung der IZKF-Projekte)

Strukturelle und strukturbildende Programme waren für die Gründung des Interdisziplinären Zentrums besonders wichtig. Neben der Verzahnung von klinischem Bereich mit (klinisch)-theoretischen Instituten bildet hier die Nachwuchsförderung für Studenten, Doktoranden und Graduierten der Humanmedizin einen wesentlichen Bestandteil. Ziel ist die Verbesserung des Ausbildungsstandes der Medizinstudenten für biotechnologische Grundlagenforschung, um so bessere Voraussetzungen für eine effektive klinische Forschung zu schaffen. Dazu gehören insbesondere folgende Maßnahmen:
1. das interdisziplinär organisierte Kurs- und Seminarprogramm zur Einführung in Methoden der Biotechnologie und Molekularbiologie,
2. die Einrichtung eines Stipendienprogramms für graduierte Mediziner zur Erreichung eines Dr. rer. nat. (MD/PhD-Programm),
3. Rotationsstellen für in der Klinik tätige Ärzte, um kontinuierliche Forschungsaktivitäten durchführen zu können sowie
4. die Förderung zweier Nachwuchsgruppen, um die Eigenständigkeit junger Nachwuchswissenschaftler in einer eigenen Forschergruppe zu unterstützen.
Weiterhin werden im Zentralprojekt "Anschub- und Zwischenfinanzierung" ideenreiche und vielversprechende Projekte vorübergehend gefördert, bis Daten und Erkenntnisse erzielt worden sind, die einen Drittmittelantrag bei den großen Förderinstitutionen ermöglichen. Außerdem organisiert das Forschungszentrum Seminarveranstaltungen auswärtiger Wissenschaftler, ermöglicht kurz- oder mittelfristige Aufenthalte für Gastwissenschaftler und hält einen Reisemittelfond für die Mitglieder bereit. Als weitere Dienstleistung wurde im Jahre 2000 wurde eine Core unit für Mikroarray-Anwendungen eingerichtet, im Jahre 2003 wird als weitere Core unit eine Zentrale für Klinische Studien zur Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Studien aufgebaut. (Vgl. IZKF-Projekte Z-6, Z-7)

Ergebnisse:
1. Forschungsprogramm:
Es wird auf die Publikationen und Ergebnisse in den IZKF-Projekten verwiesen.

2. Nachwuchsförderung:
MD/PhD-Programm: Das Programm startete als erstes deutsches MD/PhD-Programm in Deutschland im Jahr 1997 und wird gemeinsam getragen von den Fakultäten für Medizin und Biologie. Es richtet sich an Mediziner nach dem Abschluss des 3. Staatsexamens und der medizinischen Doktorarbeit. Ziel ist der Erwerb des Dr. rer.nat nach der Promotionsordnung der Fakultät für Biologie. Das wissenschaftliche Ausbildungsprogramm ist gegliedert in ein ca. einjähriges Grundlagenstudium in der Biologie (Seminare/Vorlesungen, Methodenpraktikum, Rotationspraktikum) mit Abschlussprüfung und der anschließenden ca. zwei- bis dreijährigen Doktorarbeit. Im Jahr 1997 wurden 5 Stipendiaten in das Programm aufgenommen, jeweils 5 bzw. 6 weitere Teilnehmer folgten im WS 2001/2002 und SS 2002. Inzwischen haben 9 Kandidaten das Programm erfolgreich absolviert. Eine interne Umfrage ergab, dass das MD/PhD-Programm sowohl in der Medizinischen als auch der Biologischen Fakultät und vor allem von den Teilnehmer selbst sehr positiv bewertet wird. Eine vorsichtige Ausweitung des Programms ist geplant.

Rotationsstellen: Zur Verfügung stehen Rotationststellen im Umfang von durchschnittlich drei BAT IIa-Stellen im Jahr. Zwischen 1999 und 2001 wurden insgesamt 15 Mediziner mit der Bereitstellung einer Rotationsstelle gefördert. Sie verteilen sich auf folgende Kliniken: Klinik für Anaesthesiologie (2), Medizinische Klinik (4), Kinderklinik (1), Chirurgische Klinik (1), Neurologische Klinik (4), Institut für Pharmakologie und Toxikologie (1), Hautklinik (1), Augenklinik (1).
Nachwuchsgruppen: Insgesamt wurden bisher zwei Nachwuchsgruppen gefördert: 1. Dr. Volker Nehls, Molekulare Mechanismen der Zellmigration und Regulation der Differenzierung von vaskulären Zellen unter physiologischen und pathologischen Bedingungen (Abgeschlossen: Jahr 2001); Dr. Burkhard Kneitz, Genomische Instabilität (voraussichtliche Laufzeit: 1999-2004). Eine neue Nachwuchsgruppe wird im Jahr 2003 eingerichtet (N.N.)

Interdisziplinäres Seminar- und Kursprogramm. In regelmäßigen Abständen wird dieses Programm neu aufgelegt und als zusätzliches grundlagenorientiertes Ausbildungsangebot angenommen.

3. Insgesamt stehen in der Anschub- und Zwischenfinanzierung Mittel in Höhe von rund 102.258 EUR/Jahr zur Verfügung (davon 3/4 Personalmittel, 1/4 Verbrauch). Zwischen 1999 und 2001 wurden insgesamt 23 Projekte in der Anschub- und Zwischenfinanzierung gefördert.

4. Symposien und Seminare (Auswahl)
Am 11.-13. April 2002 wurde das Internationale Symposium "Molecular Mechanisms of Pathogenesis" in Würzburg durchgeführt.
Eineinhalbtägige Projektleiterseminare fanden 1999 und 2000 in Pommersfelden bzw. in Würzburg statt.

Auszeichnungen und Preise:
.

Ausstattung:
Gesamtfinanzierung des IZKF
Tatsächliches Finanzvolumen

1999: EUR 4.686.658,16
2000: EUR 5.029.785,66
2001: EUR 4.840.123,97
Geplantes Finanzvolumen derzeit:
2002: EUR 5.010.642
2003: EUR 5.010.642
2004 (bis Mai): EUR 1.670.214
Der Bund, der das Förderprogramm "Interdisziplinäre Zentren für Klinische Forschung" 1995 einrichtet, ist an der Finanzierung der Zentren degressiv beteiligt. Der Bundesanteil in den einzelnen Haushaltsjahren belief sich für das IZKF Würzburg im Jahr 1999 (ab Mai) auf 55,10 %, für das Jahr 2000 auf 45 % und für das Jahr 2001 auf 33,5 %.

Links:
Interdisziplinäre Zentren für Klinische Forschung
Association of Clinical Research Centers