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Forschungsschwerpunkt:  

SFB 479
Versbacher Str. 7, 97078 Würzburg
Mail: sfb-479@vim.uni-wuerzburg.de
Url: http://www.uni-wuerzburg.de/SFB479/

Wissenschaftliche Mitglieder:

   Professoren:

   Privatdozenten:

   Wissenschaftliche Mitarbeiter:

   Sonstige beteiligte Personen und Organisationen:

Forschungsschwerpunkte (und Projekte auf Basis der Grundausstattung):
AUFGABEN UND ZIELE:
Der 1998 gegründete SFB 479 befindet sich im Berichtsjahr in seiner zweiten Förderperiode. Zentrales Anliegen des SFB ist es, die komplexen, dynamischen Interaktionen zwischen Erregern und ihren jeweiligen Wirtsorganismen zu untersuchen, um eine solide Basis für das Verständnis der Pathogenese sowie neuartige diagnostische, präventive und therapeutische Ansätze zu erarbeiten. Es werden sowohl Viren als auch Bakterien und Parasiten in die Untersuchungen mit einbezogen. Auf der Wirtsseite kommen Zellkulturen und Nagetiermodelle zum Einsatz. Im SFB arbeiten Gruppen aus den Fakultäten für Medizin und Biologie gemeinsam; die Projekte sind in den Instituten für Virologie und Immunbiologie, für Hygiene und Mikrobiologie und für Molekulare Infektionsbiologie, dem Lehrstuhl für Mikrobiologie des Biozentrums sowie im Virchow-Zentrum angesiedelt. Innerhalb von drei Projektbereichen werden die Arbeiten im Rahmen von 15 Einzelprojekten durchgeführt.
WISSENSCHAFTLICHE FRAGESTELLUNGEN:
Schwerpunkte innerhalb des SFB 479 bilden drei miteinander eng verzahnte Themenbereiche: A. Untersuchungen zur Variabilität mikrobieller Erreger, deren Evolution und damit der Entstehung neuer pathogener Varianten, sowie der Identifizierung von Pathogenitätsfaktoren; B. Untersuchungen von Pathomechanismen der Wechselwirkung zwischen Erregern bzw. ihrer Komponenten und den Wirtszellen zur Definition von Pathogenitäts- oder Virulenzfaktoren, deren Angriffspunkten und Wirkmechanismen, und C. Untersuchungen zur spezifischen Interaktionen mikrobieller Erreger mit dem Immunsystems des Wirtes. Diese sind für die Generierung einer spezifischen Immunität entscheidend, jedoch auch für eine Unterdrückung der Immunabwehr durch den Erreger und damit für dessen Überleben und Ausbreitung im Wirt.
PROJEKTBEREICH A: VARIABILITÄT MIKROBIELLER ERREGER:
Im Rahmen des Projektbereiches A werden Genregulation und genetische Variabilität bakterieller Krankheitserreger und ihre Bedeutung für die Infektion beleuchtet. Neben der Identifizierung und Charakterisirung von Pathogenitätsfaktoren haben die Arbeiten direkte Implikationen für Fragestellungen der Epidemiologie und der Evolution von Krankheitserregern. Es werden sowohl pathogene Escherichia coli Bakterien, die Harnwegsinfektionen (A1, Hacker) bzw. Darminfektionen (A3, Karch) auslösen können, als auch Keuchhustenerreger (A2, Gross), pathogene Staphylokokken (A4, Ziehbur) und das Magen-pathogene Bakterium Heliobacter pylori (A5, Suerbaum) in die Untersuchungen einbezogen.
PROJEKTBEREICH B: PATHOMECHANISMEN DER WECHSELWIRKUNG ZWISCHEN ERREGER UND WIRTSZELLE:
Projektbereich B umfasst Analysen zur Interaktion von Krankheitserregern mit ihren Wirtszellen. Dabei werden sowohl extra- und intrazellulär sich replizierende bakterielle Erreger als auch Viren untersucht. Projekt B1 (Goebel) bearbeitet die Regulation von bakteriellen Genen nach Aufnahme in eukaryontische Zellen am Beispiel der Listerien, und Projekt B5 (Kuhn) den Mechanismus der Ausbreitung dieses Pathogens in und zwischen den Wirtszellen. Meningokokken und ihre Interaktion mit Zellen werden im Projekt B2 (Frosch), Interaktionen von Corona- Viren (B3, Siddell) und Herpesviren (B6, Brune) mit Wirtszellen werden in zwei weiteren Teilprojekten untersucht.
PROJEKTBEREICH C: IMMUNREAKTION UND IMMUNMODULATION BEI MIKROBIELLEN INFEKTIONEN:
Die Teilprojekte des Bereichs C befassen sich mit der Reaktion des Immunsystems auf mikrobielle Infektionen und mit den Mechanismen, mit denen pathogene Erreger die Abwehrfunktion des Immunsystems unterlaufen. In Projekt C1 (Moll) wird die Interaktion von Parasiten mit den dendritischen Zellen und anderen Zellen des Immunsystems analysiert. Weiterhin werden die Rolle von NK and gamma delta T- Zellen (C2, Herrmann) bei der Infektion und die Bedeutung des kostimulatorischen Rezeptors CD28 (C6, Hünig) untersucht. Anliegen des Teilprojektes C4 (Schneider-Schaulis) ist das Studium der durch das Masern- Virus induzierten Immunmodulation, und Projekt C8 (Niewiesk/terMeulen) untersucht dieses Phänomen in einem neuen Kleintiermodell.

Ergebnisse:
siehe Einzelprojekte

Ausstattung:
Der SFB arbeitet mit der Ausstattung der beteiligten Institute.

Links:
Sonderforschungsbereich 479