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Drittmittelprojekt

Titel:
Graduiertenkolleg 639
Molekulare und strukturelle Grundlagen der Tumorinstabilität

Projektleitung an der Universität Würzburg:

Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

Kurzbeschreibung:
Wir befassen uns mit der progredienten Destabilisierung von Genom und Phänotyp, einem verbindenden Merkmal der malignen Tumoren. Unter dem Begriff der genetischen Instabilität von Tumoren werden heute im engeren Sinne die definierten Instabilitäts-Syndrome Mikrosateliteninstabilität (MIN) und Chromosomale Instabilität (CIN) subsumiert. Wir wollen hier - einem aktuellen und akzeptierten Vorschlag Vogelsteins folgend (17) - versuchen, die progrediente Destabilisierung des Genoms, die ein gemeinsames und verbindendes pathogenetisches Merkmal maligner Tumoren ist, weiter zu fassen. Wir haben dafür den Begriff Tumorinstabilität gewählt. Neben klassischen tumorassoziierten genetischen Instabilitätssyndromen umfaßt unser erweiterter thematischer Ansatz auch Aberrationen einzelner Gene und Chromosomen(abschnitte), sowie Defekte nukleärer Strukturproteine und Chromatinorganisatoren. Wir begreifen die Tumorinstabilität letztendlich als globale Strörung des gesamten Zellkerns. Wir versuchen in diesem GK die Tumorinstabilität als ein multifaktorielles und pleiotropes Geschehen aufzufassen, das neben MIN und CIN auch die Destabilisierung und spezifische Defekte einzelner Gene, Chromosomenabschnitte oder Chromosomen umfaßt und schließlich als globale Störung der architektonischen Raumordnung des gesamten Chromatins und Zellkerns manifest wird. Jede der am GK beteiligten Arbeitsgruppen trägt spezielle Kenntnisse, Fragestellungen und experimentelle Zugänge zu einzelnen Faktoren dieses Prozesses bei. Durch eine konzertierte Forschungsinitiative soll es möglich werden, aus diesen Einzelaspekten ein integriertes Bild der Tumorinstabilität zusammenzusetzen, wobei ein besonderes Augenmerk auf der engeren Verflechtung von grundlagenwissenschaftlich-modellhaften Untersuchungsansätzen mit am individuellen Fall orientierten medizinischen Fragestellungen liegt. Diese Verflechtung erfolgt u.a. durch die zentrale Einbindung von Arbeitsgruppen der Pathologie, die für eine Zuordnung molekularer Mechanismen zu histopathologisch definierbaren klinischen Tumorentitäten sorgen und Sammlungen definierter Tumorspezimen beisteuern. Die Koordination und Integration dieser Forschungsbemühungen erfolgt in drei Schwerpunkten, die über integrative Brückenprojekte, gemeinsame Methodenzentren, und multiple Einzelinteraktionen verbunden sind.
Weitere Informationen: http://www.uni-wuerzburg.de/GK639/HTML/Forsch.html

Schlagworte:
    Krebs
    Tumoren
    Genomische Instabilität
    DNA-Schäden
    Onkogene
    Tumorsuppressorgene

Laufzeit: von 10.2000 bis 10.2003

Förderinstitution:
DFG ,Genehmigungsdatum: 27.04.2000

Links:
Internetseite des GK639